Wie lief die vergangene Saison?
Acht Punkte waren es am Ende der Spielzeit 24/25, die den Meister vom Vizemeister trennten. Die Bayern feierten bereits am 20. Spieltag vorzeitig den Titel, während der VfL Wolfsburg noch bis zum Schluss mit Eintracht Frankfurt um die Vizemeisterschaft kämpfte. Die Saison verlief für den Vizemeister insgesamt unruhig und unrund.
Im Sommer 2024 kündigte Trainer Tommy Stroot an, den Verein nach der Saison zu verlassen, um dann im September seinen Vertrag zu verlängern - und am 1. April von seinem Amt zurückzutreten. Co-Trainerin Sabrina Eckhoff übernahm und brachte die Saison zu einem halbwegs versöhnlichen Ende.
Das Saisonziel, die direkte Qualifikation für die Champions League, wurde erreicht. Auch in der Mannschaft lief es nicht rund: Das Verhältnis zu Stroot war in Teilen belastet und viele auslaufende Verträge sorgten für Unruhe im Team.
Was war auf dem Transfermarkt los?
15 Abgänge und zwölf Zugänge: Es war ein munteres Kommen und Gehen in Wolfsburg in diesem Sommer. Aber nicht jeder Abgang dürfte für gedrückte Stimmung bei den sportlich Verantwortlichen gesorgt haben. Der VfL will den XXL-Umbruch im Kader für einen Neustart nutzen.
Mit Alexandra Popp, Svenja Huth, Janina Minge und Torjägerin Lineth Beerensteyn sind aber auch wichtige Korsettstangen geblieben. Und mit Offensivakteurin Cora Zicai (Freiburg), Torhüterin Stina Johannes (Frankfurt) sowie Verteidigerin Sophia Kleinherne (Frankfurt) wechselten drei deutsche Nationalspielerinnen zum VfL.
Außerdem neu: Janou Levels (Leverkusen), Guro Bergsvand (Brighton), Thea Bjelde (Oslo), Shawn Freier (Brisbane), Smilaa Vallotto (Hammarby), Judit Pujols (Barcelona), Kessya Bussy (Paris FC) sowie die Torhüterinnen Martina Tufekovic (Hoffenheim) und Christina Schönwetter (Wien). Auch der Coach ist neu - und doch ein alter Bekannter: Stephan Lerch war schon von 2017 bis 2021 Cheftrainer in Wolfsburg.
Auf wen kommt es besonders an?
Svenja Huth und Alexandra Popp gehen möglicherweise in ihre letzte Saison beim VfL. Sie sind mit ihrer Erfahrung wichtige Stützen auf und neben dem Platz. Abwehrchefin und Nationalspielerin Janina Minge hat in ihrer ersten Saison schon gezeigt, wie wichtig sie für die Mannschaft ist. Und Bundesliga-Torschützenkönigin Lineth Beerensteyn (16 Tore in der vergangenen Saison) wird auch weiterhin zuverlässig treffen müssen.
Die kicker-Prognose
Die Mannschaft wird sich nach dem Umbruch erst finden müssen. Das kann eine Weile dauern. Trotzdem ist genügend Qualität im Kader geblieben und auch dazugekommen, um die Position hinter dem FC Bayern behaupten zu können.