Viktoria Köln spielt bislang eine sorgenfreie Spielzeit. Einen Spieltag vor der Winterpause steht der Klub aus der Domstadt in der 3. Liga mit 26 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz, hat sechs Punkte Abstand zum Aufstiegsrelegationsplatz 3 und einen Puffer von sieben Zählern auf die Abstiegsplätze.
Standard-Training zahlt sich aus
Doch obwohl die Kölner im Niemandsland der Tabelle stehen, rangieren sie in einer Statistik ganz oben mit: 17 Tore nach ruhenden Bällen erzielte die Viktoria. Nur Cottbus (18) weist bisher eine bessere Bilanz bei Standards auf. Erst am letzten Spieltag gegen Alemannia Aachen gelang den Höhenbergern ein 3:0-Erfolg, zwei Tore fielen nach einer Ecke.
"Es war ein sehr effektiver Gegner, der nach zwei Standards das 2:0 macht", erklärte dann auch Aachens Coach Mersad Selimbegovic bei MagentaSport. "Köln hat uns mit zwei Ecken gekillt", pflichtete Alemannia-Kapitän Bentley Baxter Bahn seinem Coach bei. "In der Liga entscheiden Standards. Das hat uns Viktoria vorgemacht."
Lob an den Torwarttrainer
Gebührendes Lob für die gefährlichen Standards erhielt mit Kevin Rauhut der Torwarttrainer, bei der Viktoria wohl auch für die ruhenden Bälle verantwortlich. "Die Jungs investieren viel Zeit, vor allem habe ich aber einen unfassbaren Torwarttrainer, der sich mit den Standards beschäftigt. Er ist da wahnsinnig detailverliebt und bereitet die Jungs auf jedes Spiel top vor", lobte Trainer Marian Wilhelm seinen Kollegen.
Lob gab es auch insgesamt für den Auftritt der Kölner auf dem Tivoli. "Eines unserer besten Spiele der Saison, das 3:0 ist auch in der Höhe verdient. Wir haben nichts zugelassen und auch offensiv unsere Akzente gesetzt", sagte Sportchef Stephan Küsters und fügte hinzu: "Es war von allen Jungs sensationell."