Die Profis des 1. FC Union Berlin hatten am Dienstag eine Doppelschicht. Einfacher war der Part am Nachmittag. Die Fußballer durften im Stationsbetrieb Marketingaufgaben erfüllen beziehungsweise einer Handvoll Sportfotografen für Portraitaufnahmen zur Verfügung stehen.
Abgelichtet werden konnten auch Diogo Leite und Lucas Tousart. Das Duo hatte allerdings wie Torwart Frederik Rönnow am Mittag beim Training gefehlt und nach Klubangaben individuell gearbeitet.
Bei Rönnow sind die Union-Hoffnungen aber groß, dass der Stammtorwart auch am Sonnabend (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Stadion An der Alten Försterei beim Bundesligastart gegen den VfB Stuttgart wieder zur Verfügung steht. Der Däne war am Freitag im DFB-Pokalspiel beim FC Gütersloh (5:0) kurz nach der Pause mit Schwindelgefühlen ausgewechselt worden.
Bei Leite ist aktuell unklar, warum er konkret fehlt. Dem Portugiesen werden zum einen Wechselabsichten nachgesagt, zum anderen könnte auch eine leichte Verletzung vorliegen.
Leite und Tousart gegen den VfB wohl nicht dabei
Fakt ist, dass Leite seit rund zehn Tagen nicht voll trainiert. Er verpasste auch die Pflichtspiel-Generalprobe gegen Olympiakos Piräus (0:1) und den Pokalerfolg in Gütersloh. Es sieht bei ihm wie beim sicher verletzten Mittelfeldmann Lucas Tousart nicht nach einem Einsatz gegen Stuttgart aus.
Drei andere Akteure waren teilaktiv am Start. Die Verteidiger Josip Juranovic, Stanley Nsoki und Oluwaseun Ogbemudia nahmen zusammen mit der Mannschaft an der Erwärmung und an Spielformen ohne intensivere Zweikämpfe teil. Im Anschluss schauten sie ihren Kollegen bis zum Ende der Einheit zu.
Die rund 200 Fans bekamen zudem ein ganz neues Gesicht zu sehen. Dmytro Bogdanov trainierte erstmals seit seiner Verpflichtung von Zweitligist Dynamo Dresden bei den Profis öffentlich mit. Spielpraxis soll der 18 Jahre alte Ukrainer bei der U19 sammeln.
Am Freitag wurde er dort erstmals im DFB-Junioren-Pokal gegen die TSG Hoffenheim (2:3) eingewechselt. Im heutigen Spiel bei seinem Ex-Klub in Dresden (3:1) war er aber nicht am Start.
Vielmehr wurde Bogdanov im Stadion wie seine Profikollegen porträtiert. Das Spektakel schaute sich zeitweise Horst Heldt aus dem Logenbereich an. Der Profifußball-Geschäftsführer selbst wollte auf Rasenebene nicht fotografiert werden.
Heldt konnte natürlich auch einen gewichtigen Grund vorschieben. Die Transferperiode neigt sich dem Ende entgegen. In einer Loge, die auch Heldt zwischenzeitlich aufsuchte, war mehrfach der helle Schein von Blitzlicht zu erkennen. Dort wurde mutmaßlich mit Derrick Köhn ein weiterer Neuzugang abgelichtet, den die Eisernen noch am späten Abend offiziell vorgestellt haben.