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Unruhe im türkischen Quartier: Özer reist unerlaubt ab

kicker

Eigentlich hütet Özer das Gehäuse des OSC Lille in der Ligue 1, ist in der nordfranzösischen Stadt seit seiner Ankunft in diesem Sommer die unangefochtene Nummer 1. Während der 25-Jährige dort also fleißig Spielpraxis sammelt, ist die Situation in der Nationalmannschaft komplizierter.

Als einer von vier Torhütern wurde der Türke neben Altay Bayindir (Manchester United), Ugurcan Cakir (Galatasaray) und Routinier Mert Günok (Besiktas) für die Länderspiele im Oktober berufen. Nationaltrainer Vincenzo Montella aber scheint zumindest im Spieltagskader keinen Platz für Özer zu haben.

Beim dominanten 6:1 in Bulgarien stand Cakir zwischen den Pfosten, Bayindir und Günok saßen auf er Bank. Özer, der im Juni erstmals das Tor der türkischen Nationalmannschaft gehütet hatte, reagierte prompt auf Montellas Entscheidung.

Kurzerhand hat Özer das Quartier der Nationalmannschaft nach der Rückkehr nach Istanbul verlassen, "ohne die Erlaubnis unseres technischen und administrativen Teams", heißt es in einer offiziellen Mitteilung auf X. "Als Grund gab er an, dass er beim gestrigen Spiel in Bulgarien nicht in den Kader aufgenommen worden sei."

Sengezer füllt das Torwartteam auf

In ihrer Mitteilung verweisen die Türken auf "Verantwortung und Ehre", die mit einer Nominierung für die Nationalmannschaft einhergehen würden. Diese Attribute stünden "über allem anderen". "Unsere Nationalmannschaft ist ein Ganzes, das unabhängig von einzelnen Personen die Ehre des Landes repräsentiert. In diesem Sinne sind Disziplin, Respekt und Teamgeist unsere grundlegenden Prinzipien, von denen wir niemals abweichen werden."

Der Verband nennt ein solches Verhalten "nicht akzeptabel", besonders mit Blick auf die wichtigen Spiele in der WM-Qualifikation.

Für den abgereisten Özer hat Montella Basaksehir-Keeper Muhammed Sengezer (28) nachnominiert. In der WM-Quali rangiert die Türkei mit sechs Punkten aus drei Spielen hinter Europameister Spanien auf dem 2. Platz in Gruppe E. Am Dienstag steht ab 20.45 Uhr das vierte Qualifikationsspiel gegen Georgien in Izmit an.