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"Unter dem Radar" in die neue Saison: Lieberknecht kündigt Startelf-Härtefälle an

kicker

"So viele Glückwünsche", scherzte Torsten Lieberknecht irgendwann im Laufe der fast halbstündigen Pressekonferenz des 1. FC Kaiserslautern, "habe ich noch nie bekommen." Am Freitag feierte der Cheftrainer der Roten Teufel seinen 52. Geburtstag, der Zweitligist lud gleichzeitig zur Pressekonferenz vor dem Saisonauftakt in Hannover am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) und die anwesenden Journalisten gratulierten artig vor jeder Frage.

Für die Mitarbeiter des Vereins hatte Lieberknecht "Dampnuudle und Woisooß", wie er im tiefsten Pfälzisch sagte, mitgebracht, für die Spieler soll es nächste Woche eine Kleinigkeit geben. Aber vorher sind die Profis in der Pflicht: "Ich freue mich, wenn sie mich erstmal mit einem Geschenk überraschen, vielleicht am Sonntag."

Dann startet für die Roten Teufel die neue Saison, in der der FCK nach Ansicht Lieberknechts etwas "unter dem Radar fliegt. Ich glaube nicht, dass viele den FCK in ihrem Favoritenkreis haben, um sich den Traum zu verwirklichen." Den Traum vom Aufstieg natürlich. "Ich arbeite gerne daran, Träume zu verwirklichen."

Lieberknecht: Hannover spielt "sehr komplex"

Als offizielles Saisonziel haben die Verantwortlichen eine Verbesserung nach Platz 7 in der Vorsaison gesetzt, da fehlt nicht mehr viel für eine Kampfansage Richtung Aufstieg. Bei der Frage nach den Favoriten zählte Lieberknecht dann aber gleich sechs andere Teams auf, darunter auch den nächsten Gegner.

Der spiele sehr "komplex", aber ohnehin gebe es in dieser Liga "keine leichten Gegner". Dass aufgrund der zahlreichen Neuen bei 96 eine Unbekannte auf das Trainerteam zukomme, sieht Lieberknecht nicht als Problem an. "Die ein oder andere Information habe ich heranziehen können", den Spielstil des neuen Trainers Christian Titz kenne man ohnehin.

Kim beim FCK? "Wir brauchen ihn direkt"

Und ein paar Neuzugänge gibt es schließlich auch beim FCK, der unter anderem die in der Vorsaison instabile Defensive (55 Gegentore) festigen will. Zum Beispiel Ji-Soo Kim, der leihweise vom FC Brentford kam. "Wir wollen ihm gar nicht so viel Zeit geben, wir brauchen ihn direkt."

Ein Hinweis auf einen Platz in der Startelf in Hannover? Da wollte sich Lieberknecht nicht in die Karten schauen lassen. Das Trainerteam aber sei "relativ weit, mittlerweile geht es mir nur noch um eine Position, ob der oder der spielt". Härtefälle werde es beim Zustandekommen der ersten Elf aber definitiv geben.

Neben mehr Stabilität in der Defensive braucht es beim FCK auch einen Ersatz für Stürmer Ragnar Ache, der nach 18 Treffern in der vergangenen Saison nach Köln wechselte. Einen 1:1-Ersatz könne es für Ache gar nicht geben, meinte Lieberknecht, der vielmehr auf "andere Ideen" in der Sturmspitze beziehungsweise in der Offensive generell setzt. Zum Beispiel eine zu erwartende Doppelspitze aus den beiden Neuzugängen Mahir Emreli und Ivan Prtajin. Das Ziel: "Nicht Ache ersetzen, sondern sie sollen ihre Qualitäten einbringen. Da hat jeder seine eigenen Vorzüge."

Mit dem Transferfenster und der Integration der Neuzugänge ist der Trainer ohnehin sehr zufrieden, bei Letzterem geholfen habe einerseits die "große soziale Kompetenz" seines Teams oder auch ein gemeinsamer Ausflug ins FCK-Museum. "Das gehört auch dazu, damit die Jungs wissen: Sie sind nicht nur in der wunderschönen Pfalz, sondern bei einem unglaublichen Klub, der eine Institution ist in Deutschland." Nur das gemeinsame Dampfnudel-Essen steht offenbar noch aus.