Es lief die fünfte Minute in der ersten Hälfte der Verlängerung im Halbfinale gegen Weltmeister Spanien, als die zukünftige Wolfsburgerin Sophia Kleinherne im letzten Moment zu einer Grätsche gegen Salma Paralluelo ansetzte. Allerdings nahm die 25-Jährige dabei ein hohes Risiko in Kauf - und muss ihre Rettungstat teuer bezahlen.
Denn unmittelbar nach dem Zweikampf blieb sie liegen und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht das linke Bein im Bereich des Knies und Oberschenkels. Noch auf dem Platz wurde sie behandelt. Zunächst erhob sie sich eigenständig und versuchte auch ein paar Trippelschritte.
Doch es ging nicht - unter Tränen verließ Kleinherne in der 97. Minute in Zürich den Platz, für sie wurde Sydney Lohmann vom FC Bayern München eingewechselt. Kleinherne zog sich bei ihrer Rettungstat eine Verletzung im linken Oberschenkel zu.
Von der Verletzung betroffen sind sowohl der Muskel als auch die Sehnen. Eine bittere Nachricht für die Verteidigerin - und auch für die Wölfinnen. Denn die Ausfallzeit Kleinhernes wird "mehrere Wochen" betragen, wie der VfL Wolfsburg am Montag weiter mitteilte.
Nach insgesamt acht Jahren bei Eintracht Frankfurt und dem Vorgängerverein 1. FFC Frankfurt war Kleinherne erst in diesem Sommer nach Niedersachsen gewechselt. Ihre Reha wird sie beim VfL absolvieren und in diesem Rahmen auch bereits ihre neuen Kolleginnen kennenlernen. Ihr geplanter Einstand zum Trainingsauftakt fällt aber ins Wasser. Vielmehr wird sie "später als ursprünglich geplant ins Training der VfL-Frauen" einsteigen.
Ob Kleinherne bis zum Saisonauftakt der Bundesliga-Saison 2025/26 fit wird, ist damit sehr fraglich. Wolfsburg gastiert am 1. Spieltag am 7. September bei Aufsteiger Hamburger SV.