In Gruppe F wurde die Elfenbeinküste ihrer Favoritenrolle auf den Seychellen vollauf gerecht, feierte gar einen 7:0-Kantersieg. Ibrahim Sangaré von Nottingham Forest brachte die Ivorer per Foulelfmeter früh in Führung (7.). Anschließend sorgten Emmanuel Agbadou (17.), Oumar Diakite (32.) und Evann Guessand (39.) noch vor der Halbzeit für die Vorentscheidung. Der ivorische Torhunger war da aber noch längst nicht gestillt, so eröffnete der Leipziger Yan Diomande in der 55. Minute den Torreigen von Hälfte zwei, ehe Simon Adingra (67.) und Franck Kessié (70.) das standesgemäße 7:0 perfekt machten.
So sehr sich die Ivorer über den Sieg freuten, die vorzeitige WM-Qualifikation blieb ihnen verwehrt - und das wegen eines Mannes: Pierre-Emerick Aubameyang. Der frühere Dortmunder glänzte mit einem Viererpack beim wilden 4:3-Sieg des Gabun in Gambia. Zweimal hatte der populäre "Auba" seine Farben in Front gebracht (20., 42.), doch Yankuba Minteh (23.) und Adama Sidibeh (45.+2) glichen jeweils aus, ehe Sidibeh das Blatt mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 (47.) gar noch wendete.
Aubameyang sorgte mit zwei weiteren Treffern (62., 78.) für die neuerliche Wendung und bescherte Gabun mit seinem Viererpack schlussendlich den Dreier. Einen Wermutstropfen musste der 36-Jährige dann aber noch schlucken: Der Stürmer, der inzwischen bei Olympique Marseille spielt, sah in Nairobi in der 85. Minute noch die Gelb-Rote Karte und fällt damit für das letzte Qualifikationsspiel gegen Burundi aus. Gabun hat zwei Punkte Rückstand auf die Elfenbeinküste, die am Dienstag die WM-Qualifikation mit einem Heimsieg gegen den Gruppendritten Kenia klarmachen kann.
Auch Senegal verpasst frühzeitige Qualifikation
Mit dem Senegal hatte ein weiterer großer Favorit am Freitag die Chance, sich vorzeitig für die Endrunde zu qualifizieren. Die "Löwen von Teranga" hielten sich dank Ismaila Sarr (29., 54.), Sadio Mané (46.), dem Münchner Nicolas Jackson (60.), der per Elfmeter traf, sowie Cherif Ndiaye (75.) beim 5:0 im Südsudan schadlos. Weil aber Verfolger Demokratische Republik Kongo im Togo 1:0 gewann (Cedric Bakambu, 7. Minute), wurde auch in Gruppe B die Entscheidung auf den letzten Spieltag vertagt.
Senegal empfängt dann Mauretanien und hat bei zwei Punkten Vorsprung auf DR Kongo, der ein Heimspiel gegen Sudan vor der Brust hat, die besseren Karten auf der Hand.