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"Warum sollte es anders werden?" Hoeneß' Warnung vor Vigos Härte

kicker

Seitdem Sebastian Hoeneß im April 2023 beim VfB Stuttgart übernommen hat, ist Atakan Karazor die Konstante im defensiven Mittelfeld. In 72 seiner 76 Bundesligaspiele stand er seitdem in der Startelf, nur viermal erlebte er den Anpfiff von der Bank aus.

So allerdings auch am vergangenen Freitag beim 2:0-Heimsieg über den FC St. Pauli. Gegen die Kiez-Kicker komplettierte stattdessen der spanische Youngster Chema neben Angelo Stiller die Doppelsechs.

Ob Karazor am Donnerstagabend gegen Celta Vigo (21 Uhr, LIVE bei kicker) wieder in die Startelf zurückkehren wird, ließ Hoeneß am Mittwoch aber offen. "Ich werde mich zur Startaufstellung nicht äußern", sagte der VfB-Coach auf der Pressekonferenz. "Morgen sehen wir mehr."

Dass Karazor seit Sommer 2024 Kapitän der Schwaben ist, macht für Hoeneß "keinen Riesenunterschied" bei seiner Entscheidungsfindung: "Es muss das Leitungsprinzip gelten." Trotzdem ist Karazor seit seiner Ankunft beim VfB ein "wichtiger Spieler und Ansprechpartner" - auch schon zuvor, als dieser noch nicht die Binde getragen hat. Seine Entscheidung wird Hoeneß Karazor - wie jedem Spieler gegenüber - "transparent und klar" kommunizieren. "Aber natürlich macht man das noch einen Tick mehr mit seinem Kapitän."

Hoeneß lobt Demirovic: "Eins mit Sternchen"

Mit ziemlicher Sicherheit in der Startelf auftauchen wird Ermedin Demirovic, der Angreifer war mit einem Tor und einer Vorlage der Matchwinner gegen St. Pauli. "Sein Auftritt war eine Eins mit Sternchen", lobte Hoeneß den 27-Jährigen. Doch nicht nur dessen Tore sind wichtig, sondern auch dessen "bedingungsloser Einsatz und seine Körpersprache." Attribute, die gegen die Spanier wohl besonders gefordert sein werden. Denn in diesem Sommer trafen sich die beiden Kontrahenten bereits in Reutlingen zu einem Testspiel (2:1) - in dem es ungewöhnlich ruppig zuging. Mehrere Rudelbildungen ließen die Emotionen hochkochen.

Hoeneß rechnet mit einem ähnlichen Spiel: "Warum sollte es dieses Mal anders werden?", fragte er: "Damals war es nur ein Testspiel, morgen ist es viel wichtiger." Deshalb muss sein Team auf "diese harte Gangart, diese Emotionalität, diese Intensität" vorbereitet sein. Dabei helfen soll auch das Publikum: "Flutlichtspiel, 60.000 Zuschauer - jeder weiß, was das mit Stuttgart macht", sagte Hoeneß - und zwar egal, ob es wie im letzten Jahr Champions League oder wie in dieser Saison Europa League ist. "International spielen zu dürfen, ist das i-Tüpfelchen", sagte Hoeneß, "das kann, das darf nie Normalität werden."