Nach 13 Jahren in Deutschland schlägt Michael Gregoritsch ein neues Kapitel auf: Der Österreicher, der zuletzt unter anderem mit Bundesliga-Klub Werder Bremen in Verbindung gebracht wurde, verlässt seine Wahlheimat und schließt sich dem Bröndby IF an. Im Vorort der dänischen Hauptstadt Kopenhagen unterschreibt der 31-Jährige einen Dreijahresvertrag.
Ein Jahr vor dem Ende seines ursprünglichen Arbeitspapiers im Breisgau floss nach kicker-Informationen keine Sockelablöse, dafür sind erfolgsabhängige Bonuszahlungen vereinbart. Auch, weil Gregoritsch durch seinen Abschied beim Europa-League-Teilnehmer auf einen Teil seines Gehaltes verzichtet, das der Sport-Club nun in Gänze einspart.
Der Angreifer, der bereits in der 1. Runde des DFB-Pokals sich nicht mehr im Spieltagsaufgebot des SC Freiburg wiedergefunden hatte, will ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Nordamerika Spielpraxis sammeln. Diese darf sich Gregoritsch beim aktuellen Zweiten der 3F Superliga erhoffen. Die Dänen haben ihn als Stürmer Nummer eins eingeplant - nach Rücksprache mit Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick das wichtigste Wechselkriterium mit Blick auf das Fußballturnier im kommenden Sommer.
"Michael ist ein Spielertyp, den wir bisher nicht im Kader hatten. Er ist körperlich stark und clever, hat Kopfballstärke, einen starken linken Fuß und eine gute Technik und kann somit sowohl als Zielspieler als auch im Aufbauspiel eine zentrale Rolle übernehmen", sagte Bröndbys Direktor Profifußball Benjamin Schmedes über die Verpflichtung des 31-Jährigen.
"Gänsehautmoment" gegen Lens
So trennen sich die Wege des Österreichers und des Sport-Clubs ein Jahr vor dem Auslaufen des Arbeitspapiers. 2022 war Gregoritsch aus Augsburg in den Breisgau gewechselt und absolvierte 107 Pflichtspiele im Dress der Freiburger, dabei gelangen ihm 30 Tore. Sein wichtigstes dürfte wohl der Siegtreffer in der Verlängerung der Europa League gegen RC Lens (3:2 n.V.) gewesen sein, als der 31-Jährige die Freiburger 2023/24 in einem dramatischen Spiel ins Achtelfinale führte.
"Gregerl war die vergangenen drei Jahre ein Gesicht unserer Mannschaft und wir haben gemeinsam viele tolle Erlebnisse gehabt. Sein Siegtreffer in der Verlängerung etwa in den Play-Offs gegen Lens wird immer ein Gänsehautmoment bleiben", blickte Vorstand Jochen Saier in einer Vereinsmitteilung auf die Zeit des Österreichers im Breisgau zurück.
Am Donnerstag schon Conference League?
Für Gregoritsch wird es die erste Station außerhalb des deutschen Sprachraums sein, einst war er 2012 von Jugendklub SV Kapfenberg zur TSG Hoffenheim gewechselt. Seitdem war der Österreicher im deutschen Profi-Fußball bei St. Pauli, Bochum, dem HSV, Augsburg, Schalke und zuletzt Freiburg aktiv.
"Freiburg ist mir in den letzten Jahren ans Herz gewachsen - sowohl sportlich als auch privat. Daher ist mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gefallen. Ich blicke mit Freude zurück auf den gemeinsamen Weg und kann sagen, dass der SC einen echten Fan mehr hat", verabschiedete sich der 31-Jährige von den SC-Fans.
Bereits am Donnerstag könnte der Österreicher seine Pflichtspielpremiere für Bröndby machen. Dann steht das Play-off-Hinspiel der Conference League gegen den französischen Erstligisten Racing Club Straßburg an.