Piqué preist Lamine Yamal
ERA Colonia, Futbolistas Locos FC und der G2 Football Club heißen die drei deutschen Mannschaften, die beim Kings World Cup Clubs vom 1. bis 14. Juni in der Paris La Defense Arena vor rund 30.000 Menschen antreten. Bastian Schweinsteiger, Präsident der deutschen Kings League, hofft auf einen Achtungserfolg im internationalen Vergleich.
"Die deutsche Kings League ist spät gestartet - aber wir wollen von den anderen Ligen lernen. Von Spanien zum Beispiel", sagte er auf einer internationalen Medienrunde am Dienstag. Um die Aufmerksamkeit für das 2022 von Gerard Piqué gegründete Kleinfeld-Format zu steigern, bemüht sich Schweinsteiger laut eigener Aussage um einen langjährigen Weggefährten.
"Als Thomas Müller verkündet hat, dass er Bayern verlässt, habe ich ihn direkt gefragt, ob er in die Kings League wechselt", berichtete der 40-Jährige: "Ich arbeite daran." Auf die Frage, welche Regel aus der Kings League er gern in den traditionellen Fußball einbauen würde, hatte er direkt eine Antwort: Als er mit der deutschen Nationalmannschaft im WM-Halbfinale 2010 gegen Spanien und ebenjenen Piqué 0:1 zurückgelegen habe, habe er von der Regel geträumt, dass nun ein einziges Tor zum Sieg reiche.
Piqué "liebt" die Würfel
In der Kings League gibt es diese Geheimwaffe: Für zwei Minuten zählt dann beispielsweise ein Tor doppelt, wenn es in diesem Zeitraum fällt. Piqué selbst sagte am Dienstag, er liebe an seinem Format vor allem die Würfel: "Weil man das Spiel völlig unterbricht und plötzlich heißt es: eins gegen eins oder zwei gegen zwei." Je nachdem, welche Augenzahl der Würfel zeigt. Dann gehe es zwei Minuten lang wild zu, was das Publikum genieße.
260 Angestellte unterhält Piqué inzwischen mit seinem Unternehmen - Tendenz steigend. Am Dienstag hatte der kicker erfahren, dass die Kings League mit saudi-arabischem Investment in den Mittleren Osten expandiert.
„Der Kerl wusste mehr als wir. Er kannte alle Spieler aus der Liga.“ (Gerard Piqué über Lamine Yamal)
Mit Regeländerungen, die er in der Anfangszeit häufig und unvermittelt vornahm, gehen der Spanier und sein Team inzwischen vorsichtiger um. "Wir haben festgestellt, dass zu viele Regeländerungen beim Publikum manchmal zu Missverständnissen führen oder sogar dazu, dass das Publikum mitten im Spiel die Orientierung verliert", erklärte er.
Als Coup gilt zweifelsohne, dass Lamine Yamal in den Kosmos eingestiegen ist. Der Shootingstar war 14, als die Kings League startete, und habe alles von ihr verfolgt, sagte Piqué. Als man ihn nun kontaktiert habe, habe der Teenager keineswegs nach finanziellen Dingen gefragt, er habe nur gesagt: "Ich hätte gern ein eigenes Team." Normalerweise brauche er 10, 15, 20 Minuten, wenn er Schweinsteiger, Kaka oder Claudio Marchisio anrufe und ihnen die Kings League erkläre. In dem Fall nicht: "Der Kerl wusste mehr als wir. Er kannte alle Spieler aus der Liga."
Lamine Yamals Team La Capital CF nimmt ebenfalls am Kings World Cup Clubs teil. "Er hat Spaß, seine Spieler kommen aus der Nähe seines Heimatviertels", schilderte Piqué: "Er bereitet sich mit seinem Team und seinen Freunden auf dieses Event wie verrückt vor."