Blut nur 42 Tage haltbar
"Während wir unsere wohlverdiente Pause genießen, dürfen wir nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die das nicht können. Beispielsweise diejenigen, die auf Blutpräparate warten und auf diese angewiesen sind", sagt Lena Oberdorf, die nicht im deutschen EM-Kader steht, über ihre Motivation, sich der Kampagne #missingtype der DRK-Blutspendedienste anzuschließen.
Ähnliche Gründe bringt Sami Khedira vor. "Ich glaube, dass vielen Menschen gar nicht bewusst ist, wie viel sie mit einer Blutspende bewirken können", sagt der Weltmeister von 2014 und rechnet vor, dass mit nur einer Blutspende bis zu drei Menschenleben gerettet werden können. Obwohl der Aufwand sehr gering sei, "engagieren sich derzeit aber lediglich drei Prozent der theoretisch spendefähigen Menschen in Deutschland".
Matthäus und Brandt beteiligen sich
Und das ist auch deshalb ein Problem, weil Blut nur 42 Tage haltbar ist. "Deshalb ist es für mich selbstverständlich, meine Reichweite dazu zu nutzen, diese wichtige Message nach draußen zu tragen und die Zahl der Spender nach oben zu treiben", sagt der TV-Experte, der wie Oberdorf zu den Köpfen der #missingtype-Kampagne zählen - wie auch Rennfahrerin Sophia Flörsch, Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus und Oberdorfs Nationalmannschaftskollegin Jule Brandt.
„Nur gemeinsam gelingt es, die Versorgung kranker und schwerverletzter Mitmenschen auch künftig sicherzustellen.“ (Patric Nohe, Pressesprecher der DRK-Blutspendedienste)
Dass es sich auszahlt, die Botschaft über prominente Botschafter zu verbreiten, betont Patric Nohe. "Allein im letzten Jahr konnte durch #missingtype die Zahl der Blutspenden im Kampagnenzeitraum um bis zu 30 Prozent gesteigert werden", sagt der Pressesprecher der DRK-Blutspendedienste."Den Unterstützerinnen und Unterstützern der #missingtype-Kampagne gebührt größter Respekt und Dank für ihr Engagement. Durch ihren vorbildlichen Einsatz können wir noch mehr Menschen erreichen und im Idealfall dazu bewegen, kontinuierlich Blut zu spenden und damit einen unersetzlichen, solidarischen Dienst an der Gemeinschaft zu leisten. Nur gemeinsam gelingt es, die Versorgung kranker und schwerverletzter Mitmenschen auch künftig sicherzustellen."
Mit der Idee der Kampagne - durch das Auslassen der Blutgruppenbuchstaben A, B und 0 bei Namen, Logos und Schriftzügen - soll die Botschaft vermittelt werden, dass oft erst etwas auffällt, wenn es fehlt.
Damit dies bei den Blutspenden gar nicht erst passiert, werben Oberdorf, Khedira und ihre prominenten Mitstreiter zum Weltblutspendetag am 14. Juni um Spender, die freiwillig und unentgeltlich ihr Blut spenden, oder sich ehrenamtlich als Helfer für die Blutspende engagieren.