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"Wenn es so weitergeht, sind wir unschlagbar": Freiberg startet furios

kicker

Fünf Spiele, fünf Siege: Der in weiten Teilen neu formierte SGV Freiberg hat mit seinem offensiven und attraktiven Fußball hohe Maßstäbe gesetzt. Mit neun Punkten führt das Team von Trainer Kushtrim Lushtaku, das auch defensiv stabil auftritt, die Tabelle an, im württembergischen Verbandspokal hat der SGV mit zwei Siegen (4:0 beim VfR Heilbronn und 4:3 beim FSV Hollenbach) das Achtelfinale erreicht.

Offensiv und selbstbewusst wie auf dem Spielfeld gehen die Freiberger auch verbal mit dem Traumstart um. "Wir haben den Umbruch mit den vielen Abgängen gut gemeistert. Wenn es so weitergeht, sind wir unschlagbar", meinte Leon Petö, einer von nur fünf verbliebenen Akteuren aus der Vorsaison, nach dem souveränen 4:0-Heimerfolg über den TSV Schott Mainz.

„Unser Ziel ist die Meisterschaft.“ (Aris Maraj)

Kapitän Marco Kehl-Gomez ist auch zufrieden: "Es läuft, wie wir es uns gewünscht haben. Wir wollen uns da oben festbeißen. Es werden aber auch noch andere Wochen kommen." Schon nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen den SC Freiburg II hatte Aris Maraj (19) verraten: "Unser Ziel ist die Meisterschaft. Wir haben intern die Spiele in Kapitel aufgeteilt." Dabei war Maraj nur bei 3 von 34 Kapiteln dabei, denn der von der U 19 des SV Sandhausen zum SGV gewechselte Offensivspieler hat sich rasch für einen Vertrag beim FC Augsburg empfohlen, bei dem er zunächst im Regionalligateam zum Einsatz kommt.

Ein Gesicht des Turbostarts ist Marius Köhl, Sommer-Neuzugang von der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, der auf der Zehnerpositionen mit Spielintelligenz, Abschlussstärke, Vorlagen und Treffsicherheit eine herausragende Partie nach der anderen abliefert. In Liga und Pokal hat der 24-jährige Saarländer schon fünf Treffer erzielt. Er erhält in Freiberg das Vertrauen und fühlt sich wohl, zumal er mit Petö und Gal Grobelnik auch zwei ehemalige Mitspieler aus Fulda an seiner Seite hat: "Ich hoffe, wir kommen so weit wie möglich nach oben in der Tabelle. Wir denken von Woche zu Woche. Wir wollen oben mitspielen."

Das Herzstück des Freiberger Spiels ist Kapitän Kehl-Gomez (33), Anführer auf und neben dem Platz und für den guten Teamgeist mitverantwortlich, der das Spiel aus der Defensive heraus ordnet und gegen Mainz auch als zweifacher Torschütze auftrat.

„Wir konnten unfassbar viel lernen. Freiberg hat uns in der zweiten Halbzeit streckenweise vorgeführt.“ (Tim Görner, Trainer FSV Frankfurt)

Ein Quartett für die linke Seite, bislang ein Sahnestück des SGV, mit Ryan Adigo (24), Jacob Engel (24), Matt-Brahan Zié (21) und Abou Ballo (27) bietet mit Tempo, Dynamik und Spielfreude viele Optionen. Schon nach dem zweiten Spieltag und der 1:3-Niederlage gegen die Freiberger hatte Trainer Tim Görner vom FSV Frankfurt festgestellt: "Wir konnten unfassbar viel lernen. Freiberg hat uns in der zweiten Halbzeit streckenweise vorgeführt."

Der für die Auftritte verantwortliche Trainer Lushtaku nennt Gründe: "Wir haben sehr hart gearbeitet, sind aber noch in der Findungsphase und müssen demütig bleiben. Wir haben gezielt die Spieler verpflichtet, die zu unserer Spielphilosophie mit hohem Pressing passen und vor allem Schnelligkeit mitbringen. Wir konnten auch schon früh in die Taktik einsteigen."