Leiter Ressort Spitzenschiedsrichter Daniel Wermelinger gibt unumwunden zu, dass aufseiten der Schiedsrichter in der Hinrunde nicht alles perfekt gelaufen ist: "Wir haben die Vorrunde sehr offen analysiert und kommen zum Schluss, dass wir schlechte Spiele hatten." Als Beispiel nennt er unter anderem das Spiel zwischen dem FC Basel und dem BSC Young Boys, wo das Schiedsrichtergespann eine Abseitsstellung von Xherdan Shaqiri vor einem Elfmeter übersehen hat. Auch in der Challenge League habe man zudem nicht nur gute Momente gehabt: "Bei Thun gegen Vaduz hat der Referee eine Ampelkarte wegen einer Schwalbe gezeigt, bei der wir die Schwalbe noch immer suchen."
Unter dem Strich zeigt sich Wermelinger mit den Leistungen aber zufrieden, auch wenn es einzelne schlechte Spiele gab. Im Quervergleich zu einer Fussballtabelle spricht der Schiedsrichterchef davon, dass die Leistungen der Referees im vorderen Drittel anzusiedeln seien.
Mehr Eingriffe als in der Vorsaison
Bis zur Winterpause gab es 75 Einmischungen des VAR. In 72 Fällen wurde ein Entscheid korrigiert. Das ist im Vergleich mit der Vorsaison eine deutliche Steigerung, denn in der kompletten Saison 2024/25 meldete sich Volketswil insgesamt nur rund 100 Mal.
Ausblick auf die zweite Saisonhälfte
Wie die meisten Super-League-Teams sind auch die Schiedsrichter in ein Trainingslager geflogen. In Zypern haben die besten Referees des Landes an ihrer Fitness gefeilt, aber auch taktische Lektionen absolviert. Dabei sei es ein wesentlicher Bestandteil gewesen, möglichst von der Subjektivität wegzukommen, um objektiv richtige Entscheidungen treffen zu können, führte Sascha Amhof, Leiter des Ressorts Schiedsrichter, aus. Wenn man Entscheidungen treffe, weil man das Gefühl habe, es sei zu wenig oder zu viel, sei das nicht richtig.
Auch an der Geschwindigkeit möchte man weiterarbeiten. Dafür sei es auch wichtig, dass man in Volketswil schnell auf die richtigen Bilder zugreife. Das ist gemäss Amhof ebenfalls in Zypern angeschaut worden.