Die Fans von Union Berlin haben für RB Leipzig mal so gar nichts übrig. Diese Rivalität dürfte sich am Sonntag (12 Uhr, LIVE! bei kicker) auch auf die Akteurinnen auf dem Platz übertragen. Gerade das macht das direkte Aufeinandertreffen von Julia Landenberger (RB) und Jenny Hipp (Union) so besonders. Die beiden Spielerinnen lieben sich, die Fans der Vereine ganz und gar nicht.
Eine spezielle Situation. Wobei jedoch das Aufeinandertreffen von Paaren auf dem Platz nur im Männerfußball eine Sensation wäre. Beispiele wie die Begegnung der Bayern-Profis Magdalena Eriksson (Schweden) und Pernille Harder (Dänemark) bei der EM im vergangenen Sommer gibt es im Frauenfußball zahlreich.
Die 21-jährige Landenberger und die sechs Jahre ältere Hipp haben sich bei RB Leipzig kennengelernt, wo sie ab Sommer 2023 zusammen spielten. Doch da es für Hipp keine sportlich attraktive Perspektive gab, wechselte sie vor wenigen Monaten zum Aufsteiger Union Berlin. Dass das Pärchen irgendwann gegeneinander spielen muss, war keine große Überraschung. "Für uns war immer klar, dass solche Wechsel passieren können und wir nicht alle Entscheidungen voneinander abhängig machen können", erklärte Landenberger der Leipziger Volkszeitung.
"Eine Frage des Egos"
Schenken werden die beiden sich am Sonntag auf dem Platz sicher nichts. Schließlich überwiegt während der 90 Minuten der sportliche Ehrgeiz. Das meint auch Landenberger: "Das wird sicherlich etwas komisch. Aber natürlich will ich gegen Union gewinnen - das ist dann auch eine Frage des Egos."