Denn wie der DFB mitteilte, wurde Hannover 96 zu einer Geldstrafe in Höhe von 94.000 Euro verurteilt. Das Sportgericht ahndete damit insgesamt sechs Fälle unsportlichen Verhaltens von Anhängern der Niedersachsen rund um das Niedersachsen-Derby am 9. März gegen Eintracht Braunschweig (1:1).
Die Partie des 25. Spieltags musste mehrmals unterbrochen werden, da aus dem Bereich der Heimfans Gegenstände auf den Rasen geworfen wurden - in der 11. Minute waren es pyrotechnische Gegenstände, in der 25. Minuten in mehreren Phasen Tennisbälle. Zudem wurde in der 24. Minute ein sogenannter Laserpointer gegen den Torwart der Braunschweiger eingesetzt und zweimal wurden Banner mit jeweils beleidigendem Aufdruck gezeigt.
Die Beleidigungen richteten sich jeweils gegen die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens. Die Politikerin hatte auf Vergehen in der Vergangenheit mit der Verordnung eines Gästefan-Teilausschlusses im Hinspiel sowie der Androhung eines Komplettausschlusses für Auswärtsfans reagiert und damit für Unmut in beiden Fanlagern gesorgt.
Bereits vor der Partie war es außerdem von Heimfans zum Versuch eines Einlassturms gekommen, den die Sicherheitsdienste letztendlich unterbinden konnten. Für letzteres Vergehen hatte der DFB-Kontrollausschuss zunächst 12.000 Euro Strafe veranschlagt, das Sportgericht reduzierte die Summe aber auf 8000 Euro.
Von der Gesamtsumme in Höhe von 94.000 Euro kann Hannover 96 31.300 Euro "für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen" verwenden, worüber dem Verband bis zum 31. März 2026 Rechenschaft zu leisten ist. Erst Mitte Juli hatte Hannover 96 wegen des Fehlverhaltens einiger seiner Anhänger eine Geldstrafe in Höhe von 198.400 Euro zahlen müssen.