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"Wir werden uns wiedersehen": Gasperini verkündet Atalanta-Abschied

kicker

Abschied per offenem Brief

Gian Piero Gasperini war in den vergangenen neun Jahren das Gesicht von Atalanta Bergamo, hat seit 2016 Höhen und Tiefen dieses Vereins begleitet und prägte somit eine Ära bei dem italienischen Klub. Nun verabschiedete sich der 67-Jährige in einem offenen Brief von den Atalanta-Fans, der in der italienischen Zeitung L`Eco di Bergamo veröffentlicht wurde.

"Es war vorher nicht möglich, es in Worte zu fassen, denn erst in den letzten Stunden habe ich mich wirklich dazu entschlossen, dieser wunderbaren neun Jahre langen Geschichte ein Ende zu setzen", beginnt der Italiener sein Schreiben, der den Verein zu einem Klub von internationalem Format formte und 2024 den größten Erfolg mit dem Gewinn der Europa League gegen Bayer 04 Leverkusen feierte. Außerdem stand er mit Atalanta dreimal im Pokalfinale der Coppa Italia, konnte jedoch nie als Sieger vom Platz gehen.

"Aber reden wir nicht über auf Wiedersehen. Ich mag es nicht", schreibt Gasperini in nostalgischen Worten weiter. "Ich schließe meine Erfahrung in Bergamo als Trainer von Atalanta ab, alles andere wird - stattdessen - unverändert bleiben."

Gasperini hat die Entscheidung selbst getroffen

Auch in diesem Jahr spielte Bergamo eine starke Saison, beendete sie auf dem  3. Platz und sicherte sich so die Qualifikation für die Champions League. Dort wird Gasperini nun aber nicht mehr an der Seitenlinie stehen - zumindest nicht als Atalanta-Coach -, dem in seinen Ausführungen wichtig ist zu betonen, dass es "allein meine Entscheidung war", den Verein zu verlassen. "Ich habe einfach verstanden, dass die Zeit gekommen ist, diesen Schritt zu gehen", heißt es dort weiter.

„Ich werde die Werte dieser Stadt überall und für immer sehr hoch tragen.“ (Gian Piero Gasperini)

Wie es für den Trainer, der in über 400 Spielen an der Seitenlinie von Bergamo stand, weitergeht, ließ er noch offen. Dennoch verlasse er den Klub "für das Bedürfnis nach neuen Impulsen, für das mir entgegengebrachte Vertrauen und für die neue Begeisterung, die daraus entsteht". Vielsagende Worte, wenn man bedenkt, dass ein Wechsel zu der AS Rom so gut wie fix sein soll. Dort hatte Claudio Ranieri das Ende seiner Trainerkarriere bekanntgegeben - seitdem ist dieser Posten vakant.

Gasperini will der Stadt und den Fans dennoch weiter verbunden bleiben. Auch deshalb schließt sein Abschied mit den Worten: "Ich bin ein Ehrenbürger von Bergamo und ich schwöre, dass ich die Werte dieser Stadt überall und für immer sehr hoch tragen werde. Wir sehen uns auf der Piazza Pontida wieder, versprochen!"