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"Wird ihn stärker machen": Kein Vorwurf an Dresdens Pechvogel Lemmer

kicker

Drittes Pflichtspiel, dritte Niederlage - und wieder war es knapp. Doch bei den Dresdnern fühlte sich das 0:1 im DFB-Pokal gegen Mainz anders an als die beiden Auftaktpleiten in der 2. Liga. "Es tut wahnsinnig weh", gab SGD-Kapitän Niklas Hauptmann bei Sky zu. "Im Pokal gibt es nur Weiterkommen oder nicht. Das haben wir nicht geschafft. Da hilft es dir nichts, dass du ein gutes Spiel gemacht hast."

Das hatten die Dresdner, der Zweitliga-Aufsteiger überrannte den Bundesligisten phasenweise, über 90 Minuten waren beide Teams ebenbürtig. "Ein guter Schritt nach vorne" sei das Pokal-Duell gewesen, befand Trainer Thomas Stamm. Der Schweizer lobte vor allem die Defensive, im Vergleich zu den beiden Ligaspielen habe man "aktiver verteidigt".

Schreiber hadert, Stamm sieht viel Arbeit

Das Manko war die Chancenverwertung. Gerade in der ersten halben Stunde erspielte sich Dynamo einige Möglichkeiten, brachte den Ball aber nicht im Netz unter. "Wir wussten, dass wir auch gegen solche Gegner mithalten können. Aber da gehört dazu, vorne die Dinger zu machen", stellte Stamm resigniert fest. "Daran müssen wir arbeiten."

Keeper Tim Schreiber haderte hingegen mit dem Schicksal. "Heute sollte es einfach nicht sein", meinte der 23-Jährige: "Manchmal gibt es solche Spiele, da kannst du noch 90 Minuten weiter spielen, ohne dass das Ding reingeht."

Anders als bei Mainz, dort traf Nadiem Amiri mit der ersten echten Gelegenheit per sehenswertem Freistoß zum Siegtreffer. Diese Effizienz habe am Ende den Unterschied gemacht, analysierte Hauptmann: "Gegen einen Bundesligisten kriegst du keine zehn Hundertprozentigen. Wenn du solche Spiele ziehen willst, dann musst du Tore machen. Dafür hatten wir genug Chancen."

"Es muss weitergehen"

Sinnbild dafür war Jakob Lemmer. Der 25-Jährige hatte erst einen Elfmeter kläglich in die Arme von Robin Zentner geschoben und blieb auch in der 90. Minute alleine vor dem FSV-Keeper glücklos. Zum Vorwurf wollte ihm das niemand machen: "Jakob ist nicht der Erste, der einen Elfmeter verschossen hat, und wird nicht der Letzte sein. Das wird ihn stärker machen", meinte Stamm. "Er hat die gleiche Unterstützung, wie wenn er beide Chancen gemacht hätte."

Auch Schreiber baute seinen Mitspieler gleich nach Abpfiff auf: "Solche Dinge passieren einfach, jeder hat heute Fehler gemacht", so der Keeper. "Er muss wissen, dass es weitergehen muss. Wir brauchen ihn!" Damit Dynamo endlich der erste Sieg gelingt, am besten schon am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Aufsteigerduell gegen Bielefeld.