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WM-Qualifikation: Start, Termine, Modus

kicker

Die Weltmeisterschaft 2026 beginnt am 11. Juni - bis dahin bleibt den Nationen noch genügend Vorbereitungszeit, zudem ist der Weg durch die WM-Qualifikation oftmals weit. Gerade in Europa ist der Modus, auch bedingt durch die Nations League, dabei nicht ganz einfach.

Wann startet die WM-Qualifikation in Europa?

Während auf anderen Kontinenten, etwa in Südamerika, die WM-Qualifikation bereits im September 2023 begann und sich über zwei Jahre bis in den September 2025 erstreckt, ging es in Europa erst im Frühjahr 2025 mit der Qualifikationsphase los. Grundstein dafür war die Auslosung für die Gruppen der WM-Quali am 13. Dezember 2024 in Zürich. Die ersten Spiele der europäischen WM-Qualifikation gingen dann ab März 2025 über die Bühne.

Wann startet Deutschland in die WM-Qualifikation?

Da Deutschland als europäisches Land Teil der UEFA ist, hätte die Mannschaft von Julian Nagelsmann eigentlich im März 2025 in die WM-Qualifikation starten sollen. Weil sich das DFB-Team allerdings für das Finalturnier der Nations League qualifizierte, welches im Juni ausgespielt wurde, steigt Deutschland erst im September in die WM-Qualifikation ein.

Da das DFB-Team das Viertelfinale gegen Italien für sich entscheiden konnte, wird die Nationalelf in einer der Vierergruppe an den Start gehen.

Welchen Einfluss hat die UEFA Nations League?

Zumindest was die Lostöpfe für die Auslosung der WM-Quali anbelangt, hat die Nations League einen großen Einfluss. Denn die acht Mannschaften, die es aus Liga A der Nations League ins Viertelfinale schaffen, landen für die Quali-Auslosung in Topf 1. Das bedeutet für Deutschland: Der Weltmeister von 2014 wird sicher in Topf 1 der Auslosung sein und damit womöglich großen Nationen aus dem Weg gehen können.

Seit der EM 2021 kann die Nations League außerdem auch einen Einfluss auf die WM-Qualifikation nehmen. So haben die vier besten Gruppensieger der Nations League die Chance, sollten sie sich nicht bereits über die Qualifikationsgruppe für die Weltmeisterschaft qualifiziert haben, in den Play-offs mit den zwölf Gruppenzweiten der WM-Quali um die letzten vier europäischen Tickets zu kämpfen.

Das bedeutet: Sollte Deutschland überraschend nicht mindestens Zweiter in seiner WM-Qualifikationsgruppe werden, böten die Play-offs immer noch eine Chance, um sich für die WM zu qualifizieren - dank der Platzierung in der Nations League.

Modus WM-Qualifikation: Welche Besonderheiten und Neuheiten gibt es?

Erstmals wird bei der Auslosung der europäischen WM-Qualifikationsgruppen nicht ausschließlich nach der Platzierung in der FIFA-Weltrangliste gegangen. Acht der zwölf Mannschaften, die in Lostopf 1 landen, sind die Viertelfinalisten der Nations League.

Insgesamt wird es bei der europäischen WM-Quali zwölf Gruppen mit jeweils vier bis fünf Mannschaften geben, die Hin- und Rückspiele gegeneinander austragen.

Die größte Besonderheit auf dem Weg zur Weltmeisterschaft ähnelt sich auf allen Kontinenten. Da zum ersten Mal 48 statt bisher 32 Mannschaften an einer WM teilnehmen, erhalten die Kontinente auch mehr Startplätze als in den Jahren zuvor - der ozeanische Fußballverband etwa erhält erstmals überhaupt einen fixen Startplatz.

Wie sind die Startplätze auf die verschiedenen Kontinenten verteilt?

Europa erhält genau ein Drittel der Startplätze (16), also gehen insgesamt zwölf WM-Tickets jeweils an die Gruppensieger der WM-Qualifikation. Die anderen vier Tickets werden zwischen den zwölf Gruppenzweiten und den vier besten Gruppensiegern der Nations League, die sich nicht ohnehin schon für die WM qualifiziert haben, in den Play-offs ausgespielt.

Der Überblick über die Startplatzverteilung der Kontinentalverbände: AFC (Asien): 8CAF (Afrika): 9Concacaf (Nord- und Zentralamerika und karibische Föderation): 3CONMEBOL (Südamerika): 6OFC (Ozeanien): 1UEFA (Europa): 16

Zusätzlich veranstaltet die FIFA ein Play-off-Turnier, bei dem sie zwei weitere Tickets für die Weltmeisterschaft vergibt. Teilnehmen dürfen zwei Mannschaften aus der Concacaf sowie je ein Team aus den Verbänden AFC, CAF, CONMEBOL und OFC. Insgesamt werden somit 45 Startplätze für die Weltmeisterschaft vergeben.

Welche Länder haben sich bereits für die WM 2026 qualifiziert?

Die letzten drei Tickets gehen an die Gastgeberländer, die bereits automatisch für die Weltmeisterschaft qualifiziert sind. Da sich 2026 Kanada, Mexiko und die Vereinigten Staaten von Amerika das Austragungsrecht teilen, bekommen diese drei Nationen automatisch ein Ticket und vervollständigen somit das erste 48-Nationen-Turnier.

Seit dem 20. März 2025 ist auch der erste sportliche Teilnehmer offiziell: Drei Spieltage vor dem Ende der WM-Quali in Asien qualifizierte sich Japan dank eines 2:0-Erfolgs gegen den Bahrain vorzeitig für das größte internationale Fußballturnier der Welt.

Zudem konnten sich aus der asiatischen WM-Qualifikation Australien, Iran, Jordanien, Südkorea und Usbekistan ein Ticket für die WM-Teilnahme in Nordamerika sichern.

Auch der ozeanische Verband konnte seinen WM-Teilnehmer schon ermitteln, denn Neuseeland gewann das Finale gegen Neukaledonien mit 3:0.

Die WM-Quali in Südamerika endet zwar erst am 10. September, doch auch jetzt stehen schon einige WM-Teilnehmer fest. So dürfen sich Titelverteidiger Argentinien, Ecuador und Brasilien schon zu den Vertretern der WM 2026 zählen.