Bereits im September hatten FIFA-Offizielle verkündet, dass man sich bei den Preisen an der Nachfrage und der Verfügbarkeit orientieren werde. Nun war der Ansturm sogar noch größer als erwartet - und das trotz sowieso schon gigantischen Preisen und einiger Maßnahmen, die nicht gerade als fanfreundlich beschrieben werden können.
Neben dem Preisanstieg im Vergleich zu den Tickets bei der zurückliegenden WM in Katar, sahen sich die wenigen ausgewählten Fans zudem mit steigenden Preisen innerhalb der freigeschalteten Verkaufsphase konfrontiert.
Fünf Prozent Preisanstieg in zwei Tagen
So sind etwa Gruppenspieltickets der teuersten Preiskategorie für Gastgeber USA innerhalb von zwei Tagen um rund fünf Prozent gestiegen - von 535 US-Dollar auf 565 US-Dollar. Wie The Athletic berichtet, seien zudem vergleichsweise nur wenige Karten der billigsten Preiskategorie angeboten worden.
Schon vor dem Verkauf war das Preisniveau der Tickets deutlich geworden: Allein das Finalticket ist zum Teil dreimal so teuer wie die Endspielkarte in Katar 2022. Besonders im unteren Preissegment schlägt der Anstieg durch, mit bis zu zehnmal höheren Preisen für das Finale.
Wer beim Endspiel der Europameisterschaft 2024 dabei sein wollte, zahlte zwischen 95 und 1000 Euro. Für das Finale der Weltmeisterschaft 2022 in Katar waren es 180 bis 1390 Euro. Der Preisrahmen für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko bewegt sich derweil hingegen zwischen umgerechnet 1745 bis 5470 Euro.
Weiterverkauf mit Gebühren
Und auch die Weiterverkaufsplattform, die der Weltverband den Fans bereitgestellt hatte, hat einen Haken: Für jeden abgeschlossenen Verkauf sind Gebühren von 15 Prozent an die FIFA abzutreten - und zwar jeweils vom Verkäufer und vom Käufer.
Trotz aller Kritik konnte die FIFA nach Angaben des amerikanischen Sportmediums das komplette Sortiment der bisher angebotenen eine Million Tickets verkaufen, was 15 Prozent der kompletten Stadionauslastung entspricht. Weitere Verkaufsrunden, auf die sich kaufwillige Fans noch bewerben können, seien für Ende des Jahres geplant.