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Wollitz: "Nochmal danke, dass die ersten zwölf Mannschaften keine Gegner waren"

kicker

Mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus blickte Claus-Dieter Wollitz am Donnerstag noch einmal auf das Pokalspiel gegen Leipzig zurück. "Ich hatte nach Dienstag das Gefühl, dass wir uns überhaupt fragen müssen, ob wir nach München reisen sollen. Wie können wir es uns erlauben, gegen RB Leipzig, die 'nur' Tabellenzweiter sind, zu verlieren, wir sind ja Erster?", sagte der Energie-Coach wohl in Bezug auf die hohe Erwartungshaltung an der Spree. "Aber wir haben es geschafft, die Jungs von Dienstag bis heute so aufzubauen, dass sie bereit sind, morgen mit im Bus zu sitzen und mitzuwirken."

Tatsächlich nutzte Wollitz die Möglichkeit, vor dem Gastspiel bei den Löwen am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) noch mal auf die engagierte und couragierte Leistung seines Teams gegen den Bundesligisten aus Leipzig ernster einzugehen. "Ich muss mich auch nicht dafür entschuldigen, dass Energie Cottbus gegen den Tabellenzweiten der ersten Bundesliga 1:2 verloren hat", stellt er klar. "Wir hatten gute Parameter. Ich glaube, wir hatten 16 Abschlüsse. Das ist sehr viel. Wir haben extrem gute Balleroberungen gehabt. In der ersten Halbzeit haben wir weniger Torschüsse zugelassen, als wir selbst herausgespielt haben."

Eine ähnliche Leistung, natürlich, erhofft sich der 60-Jährige am Samstag, wenn der FC Energie bei 1860 München antritt. "Auch wenn die Tabellensituation im Moment etwas anderes aussagt, handelt es sich um eine Mannschaft, die mit sehr, sehr guten Spielern besetzt ist. Spieler, die nachweislich über mehrere Jahre auf Top-Niveau agieren - Niederlechner, Volland. Haugen hat letztes Jahr in Rostock Top-Werte erzielt, sowohl bei Sprints als auch bei Abschlussaktionen", betonte er. "Mit Jacobsen haben sie zudem einen sehr starken Mittelfeldspieler. Auf den Außenbahnen haben sie Rittmüller." Kurz gesagt: Auf die Lausitzer wartet wieder eine echte Herausforderung.

In Ehrfurcht erstarren wird Wollitz allerdings nicht, schließlich kommt seine eigene Mannschaft ja auch mit ordentlich Selbstvertrauen - und einen Spannungsabfall hat der Ex-Profi sowieso nicht feststellen können. Er erwarte vielmehr "die höchste Gier, dieses Spiel zu gewinnen. Ich glaube, das wäre ein absolutes Statement. Es wurde ja auch schon vor den Spielen gesagt: 'Jetzt kommen erstmal die richtigen Gegner.' In diesem Zusammenhang auch nochmal danke, dass die ersten zwölf Mannschaften keine Gegner waren und alles so gemacht haben, wie wir es wollten. Da wundere ich mich nur, dass wir statt 26 nicht 36 Punkte bekommen haben", betonte Wollitz süffisant, wollte die Bedeutung des Kräftemessens mit dem vor der Saison von den allermeisten als Top-Favoriten benannten Löwen nicht herunterspielen: "Und jetzt werden die Maßstäbe gesetzt beziehungsweise gemessen. Und dann werden wir sehen, was wir herausholen."

Ein Sonderlob verteilte der Energie-Coach an die Athletik-Abteilung. Neben den Langzeitverletzten Elias Bethke (Reha nach OP) und Jonas Hofmann (Reha nach Leisten-OP) und dem mit einer Fußverletzung kämpfenden Ted Tattermusch hat der ehemalige Bundesligisten keine neuen Ausfälle zu beklagen. "Insgesamt glaube ich, dass wir bis jetzt, im vierten Monat mit schon einigen englischen Wochen, noch keine Muskelgeschichten hatten. Das heißt, dass im Athletikbereich und im Funktionsteam sehr gut gearbeitet wird, was sehr erfreulich ist", so Wollitz.