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Wück ist zufrieden: "Der Grundstein für eine erfolgreiche EM wurde gelegt"

kicker

Christian Wück äußerte sich auf der Pressekonferenz über …

… die aktuelle Lage: Die ist durchweg positiv. Nicht nur die gute Stimmung, auch die Leistung auf dem Platz, wie die Spielerinnen die Inhalte annehmen, wie sie versuchen, das Ganze umzusetzen - das ist auf einem hohen Niveau. Ich bin sehr zufrieden, dass alle trotz der Hitze an ihr Limit gehen und die Spielerinnen es nicht mehr erwarten können, dass es endlich losgeht.

… den Stand der Fitness: Eigentlich sind alle fit. Wir kommen sehr gut durch diese Belastungstage. Zwar hat sich auch mal jemand kränklich gefühlt oder mal ein kleines Zwicken gehabt, aber im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden, weil wir keine muskulären Verletzungen haben und bis jetzt unsere Vorbereitung sehr positiv verläuft.

… die vier Wochen ohne Spielpraxis: Wir wollten kein Testspiel mehr in der Vorbereitungsphase haben. Die Rückmeldungen der Spielerinnen war so, dass die Saison sehr lang war. Zudem sind wir mit der Entwicklung der Mannschaft so weit konform, dass uns Trainingsinhalte wichtiger sind. Wir haben schon zweimal elf gegen elf gespielt, auch mit Formationen, die wir ausprobieren wollten. Wir haben diesen Wettkampfcharakter in den Übungen und in den Spielformen. Das ist für mich das Wichtige, dass wir in den Trainingseinheiten sehr spiel-nah trainieren, dass wir die Spielerinnen immer wieder auffordern, an ihr Limit zu gehen. Da sind wir sehr zufrieden und ich hoffe, dass wir dieses Niveau auch gegen Polen sofort umsetzen können.

„Die Spielerinnen gehen über ihre Grenzen.“ (Christian Wück)

… die derzeit größte Baustelle seiner Mannschaft: Da muss ich ein bisschen länger nachdenken. Wir haben in dieser Vorbereitungszeit sehr intensiv am Defensiv-Verhalten gearbeitet, vor allen Dingen in der Box und in Verbindung mit den Torhüterinnen. Das war ein Hauptschwerpunkt. Wir haben in der Nations League bewiesen, dass wir in der Lage sind, zu Null zu spielen. Die Mannschaft hatte in diesen sechs Spielen eine Gegentor-Quote von 0,67. Damit sind wir sehr zufrieden. Man kann immer weiter darauf herumreiten, dass wir in der Defensive nicht die absoluten Weltklasse-Spielerinnen haben, aber ich bin der Meinung, dass wir sowohl in der Offensive als auch in der Defensive sehr gut aufgestellt sind. Deswegen sehe ich im Moment, wenn überhaupt, nur kleinere Baustellen.

… das Teambuilding im Trainingslager: Jeder Tag ist wichtig für das Teamgefüge. Ich glaube schon, dass wir mit der Nations League die Basis gelegt haben. Ich habe es immer wieder gesagt: Wir wollen eine gute EM-Vorbereitung haben, und das geht am einfachsten mit dem ersten Platz in der Nations League. Das geht am einfachsten mit guten Spielen, mit begeisternden Spielen - das haben wir zum Ende der Nations League gut hinbekommen. Jetzt geht es darum, diese letzten drei, vier Tage noch zu nutzen, um dieses Teamgefüge weiter zu stärken und die Inhalte weiter zu vermitteln. Wir liegen voll im Zeitplan. Ich freue mich über jeden Tag, an dem ich mit den Spielerinnen auf dem Platz stehe. Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Die Spielerinnen geben auf dem Platz alles, und egal wie kaputt sie sind, sie gehen wirklich über ihre Grenzen. Der Grundstein für eine erfolgreiche EM wurde von den Spielerinnen selbst gelegt.

Daumendrücken für die U 21

… die Freizeitgestaltung im Teamhotel in Zürich: Ich glaube, da müssen wir uns keine Gedanken machen. Die Spielerinnen haben mit dem Wolfgang-Petry-Abend bewiesen, dass sie sich was einfallen lassen, wenn es ihnen zu langweilig wird. Wir haben mit diesem Base Camp die Grundvoraussetzungen geschaffen, dass wir sowohl Ruhe haben als auch in der Lage sind, innerhalb von fünf Minuten in einem Café zu sitzen. Das ist den Spielerinnen wichtig, sich ein bisschen abzulenken. Der Trainingsplatz ist in einem Top-Zustand und ungefähr sieben bis zehn Minuten vom Hotel entfernt, von daher wird es keine Ausreden geben. Wir werden top vorbereitet in einem Top-Camp untergebracht, und dann liegt es an uns, wie die WM verläuft.

… Besuch beim Turnier: Wir haben schon vor, dass wir die Familien oder Freunde und Freundinnen ins Camp einladen, immer am Tag nach dem Spiel. Das war ein Wunsch der Spielerinnen. Und genauso stelle ich mir das Ganze vor. Wir wollen eine Wohlfühloase. Aber wir wollen natürlich auch die Topleistung der Spielerinnen. Bis jetzt funktioniert das sehr gut.

… das Finale der U-21-EM: Wir werden uns alle am Pool versammeln und uns das Finale anschauen. Ich glaube, die U 21 begeistert gerade die Nation. Ganz viele Deutsche drücken die Daumen und sind nicht nur von den Ergebnissen begeistert, sondern auch von der Art und Weise, was Antonio Di Salvo da zusammengestellt hat mit seinem Trainerteam - das ist aller Ehren wert. Und wir sehen an diesem Beispiel, wie wichtig die Spielzeit ist. Ganz viele U-21-Spieler spielen schon auf höchstem Niveau in der Bundesliga. Das ist für mich das Geheimnis dieser Mannschaft. Und ich drücke alle Daumen, dass sie jetzt diesen letzten Schritt gegen die Engländer auch noch gehen.