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Zehn Spiele, kein Sieg: Fiorentina trennt sich vor Mainz-Duell von Pioli

kicker

Mit großer Vorfreude beim Anhang war Stefano Pioli im Sommer bei der AC Florenz vorgestellt worden. Der 60-Jährige, der die Viola bereits von 2017 bis 2019 trainiert hatte und anschließend die AC Mailand zur Meisterschaft führte, sollte in der Toskana den Erfolg der vergangenen Jahre fortführen. Die Realität stattdessen beim Vorjahres-Sechsten der Serie A: kein Sieg aus zehn Ligaspielen, Tabellenletzter inklusive der schlechtesten Defensive der Liga.

Das 0:1 am Sonntag gegen Lecce brachte das Fass nun endgültig zum Überlaufen. Nur etwas mehr als vier Monate nach seiner Anstellung wurde Pioli am Dienstag freigestellt. Vorerst übernimmt U-19-Coach Daniele Galloppa.

Klubchef seit Monaten in den USA

Es ist ein weiterer Tiefpunkt in der jüngeren Geschichte des Traditionsklubs, der sich immer tiefer ins Chaos stürzt. Bereits am Samstag hatte Sportdirektor Daniele Pradé seinen Rücktritt bekannt gegeben, somit steht der Klub nun also ohne Kaderplaner und ohne Trainer da. Darüber hinaus steht mit Rocco Comisso ein Klubbesitzer an der Spitze der Fiorentina, der seit Monaten nicht mehr in der Stadt gesehen wurde: Der 75-Jährige hält sich seit Längerem in den USA auf, vor Ort fehlt es an Führung.

Bis auf Weiteres leiten seit Pradés Abgang der aktuelle Medienchef Alessandro Ferrari und Pradés Assistent Roberto Goretti den Klub, der aktuell - fast schon sinnbildlich - in einem unfertigen Stadion spielt: Seit über einem Jahr befindet sich das Artemio Franchi im Umbau, aktuell kann es nur zu knapp 50 Prozent ausgelastet werden.

Bei der Trainersuche kursieren mehrere Namen rund um den Klub, für den seit Sommer auch der aktuell verletzte Nationalspieler Robin Gosens wieder spielt. Der gebürtige Karlsruher Vincenzo Italiano, der die Fiorentina von 2021 bis 2024 Stück für Stück nach oben geführt hatte, wird es angesichts seines laufenden Vertrags beim FC Bologna nicht werden. Italianos Nachfolger Raffaele Palladino, von dem sich der Klub im Mai in beiderseitigem Einverständnis getrennt hatte, wird im Umfeld geschätzt und wäre verfügbar, laut italienischen Medien ist aber Paolo Vanoli Favorit. Der 53-Jährige ist seit seinem Aus beim FC Turin im Sommer ebenfalls ohne Klub, er war als Spieler zwei Jahre für die Fiorentina aktiv.

Am Donnerstag in Mainz

Als erste Aufgabe kommt auf den neuen Trainer gleich eine englische Woche zu. In der Conference League, in der bislang beide Spiele gewonnen wurden, geht es am Donnerstag beim 1. FSV Mainz 05 (18.45 Uhr) ohne Gosens um die nächsten Punkte, ehe in der Liga am Sonntag (15 Uhr) das Kellerduell beim ebenfalls noch sieglosen Schlusslicht CFC Genua - ebenfalls mit neuem Trainer - ansteht.