Generationswechsel an der Seitenlinie
Der TuS Rotenhof vollzieht in der Sommerpause einen Generationswechsel an der Seitenlinie. Der 59-jährige Hans-Hermann Lausen geht nach fast einem Jahrzehnt. Mit dem 28-jährigen Henning Knuth steht der Nachfolger bereits in den Startlöchern. Lausen hinterlässt ein großes Erbe. Zahlreiche Erfolge fuhr der Trainerfuchs, der nun andere Prioritäten setzen will, während seiner Amtszeit ein. "Die Familie kam in den vergangenen Jahren doch etwas zu kurz. Ich will jetzt erst einmal an den Wochenenden etwas mit ihnen unternehmen - das habe ich teilweise schon vermisst", sagt Lausen. Mit dem Klassenerhalt und dem Pokalgewinn beim Flens-Cup verabschiedete sich Lausen.
"Der Klassenerhalt ist schon ein großer Erfolg, denn wir waren Aufsteiger. Das ist fast höher zu bewerten, als der Aufstieg", blickt Lausen mit etwas Wehmut zurück. Sein Nachfolger Henning Knuth ist 31 Jahre jünger und damit selber noch im besten Fußballer-Alter. Doch Knuth kann aufgrund einer Knieverletzung nicht mehr ambitioniert gegen den Ball treten und schlug den Trainerweg ein.
Trainer des Bruders
In der abgelaufenen Saison stand er an der Seitenlinie der A-Junioren des Osterrönfelder TSV. Jetzt folgt der Quantensprung in die höchste Landesklasse der Senioren. Als die Anfrage des TuS Rotenhof kam, musste der junge B-Lizenz-Inhaber nicht allzu lange überlegen. "Ich habe zwar eine Nacht darüber schlafen müssen, letztendlich habe ich dann aber zügig zugesagt", sagt der ehemalige Oberliga-Spieler. Dass sein jüngerer Bruder Felix Kapitän und Kopf der Rotenhöfer ist, hat ihm die Entscheidung leichter gemacht. "Natürlich haben wir darüber gesprochen. Aber wir können es gut trennen, denn schließlich steht der Verein im Mittelpunkt", so Knuth.
Dass es aufgrund der Trainer-Spieler-Konstellation zu Problemen kommen kann, schließt Knuth aus. Zudem lobt er die hervorragende Arbeit seines Vorgängers. "Hermi hat schon viele Titel eingefahren. Vor allem übernehme ich eine intakte Truppe und freue mich schon sehr auf die Aufgabe", blickt der neue Rotenhöfer Coach voraus. Die Planungen auf die neue Spielzeit laufen auf Hochtouren. 21 Spieler haben bereits ihre Zusage gegeben. Mit Torjäger Cedric Nielsen vom Landesligisten Slesvig IF steht der erste Neuzugang fest - Gespräche mit weiteren externen Spielern laufen. Das zweite Jahr nach einem Aufstieg wird sprichwörtlich schwerer - das erste Jahr nach der Ära Lausen soll mit frischen Ideen für einen erneuten Klassenerhalt sorgen.