Ranieri-Nachfolger gefunden
Vor fast neun Jahren, mit Beginn der Saison 2016/17, übernahm Gian Piero Gasperini das Traineramt von Atalanta Bergamo - der Beginn einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte. Der 67-Jährige formte den italienischen Verein zu einem Klub von internationalem Format und nahm mit Atalanta unter anderem vier Mal an der Champions League teil. In der abgelaufenen Spielzeit lagen die Bergamasken zwischenzeitlich gar auf Meister-Kurs, mussten dann zwar abreißen lassen, schafften als Tabellendritter aber dennoch den erneuten Einzug in die Königsklasse.
Für diesen Wettbewerb muss Atalanta jedoch ohne Erfolgscoach Gasperini planen - und der in der kommenden Saison ohne die berühmten Klänge der CL-Hymne auskommen. Bereits vor einigen Tagen verkündete der Italiener in einem offenen Brief seinen Abschied von den Blau-Schwarzen, nun ist sein neuer Arbeitgeber fix: Gasperini wechselt zur AS Rom, wo er einen Vertrag bis 2028 erhält und auf Claudio Ranieri folgt, der seine Trainerkarriere beendet hat.
Im November 2024 hatte der 73-Jährige das Amt von Ivan Juric übernommen. Ranieri verpasste zwar die Champions-League-Qualifikation nur knapp (ein Punkt fehlte auf Juventus Turin), er führte die Römer aber nach katastrophalem Saisonstart unter Juric immerhin noch auf Rang 5 und damit in die Europa League. Mit diesem Wettbewerb kennt sich Gasperini derweil bestens aus, 2024 gewann er mit Atalanta im Finale gegen Bayer 04 Leverkusen (3:0) und verhinderte damit die perfekte Saison der Werkself.
Schon der vierte Trainer seit Mourinho
In Bergamo endet mit dem Abschied Gasperinis also eine Ära - ob er jedoch auch bei der Roma eine selbige wird prägen können, bleibt abzuwarten. Fakt ist: In jüngerer Vergangenheit war der Trainerstuhl bei den Giallorossi ziemlich heiß, auch weil der Zündfaden bei den beiden Eigentümern, Dan und Ryan Friedkin, tendenziell eher kurz ist. Seit dem Aus von José Mourinho Mitte Januar 2024, der knapp zweieinhalb Jahre auf der Bank gesessen hatte, ist Gasperini nach Ranieri, Juric sowie Daniele de Rossi schon der vierte Trainer in der "Ewigen Stadt".