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Österreichs Amateure kämpfen in Niederösterreich um den Nations Cup

kicker

Josef Hickersberger war als Spieler und Trainer mehrmals Meister, als ÖFB-Teamchef führte er Österreichs Nationalteam zur WM 1990 und zur Heim-EM 2008. Sein vielleicht größter Erfolg war aber der des Amateur-Europameisters von 1967. "Die Erinnerung an den EM-Titel 1967 und die Freundschaften mit dem Teamkameraden begleiten mich bis heute“, so Hickersberger, der im Finale in Palma de Mallorca vor 10.000 Zuschauern das Siegestor zum 2:1-Erfolg gegen Schottland erzielte.

In den 1980er-Jahren ging die Tradition der Amateur-Länderspiele verloren, nach über 40-jähriger Pause feierten sie 2023 in Österreich ein Comeback. In Klagenfurt besiegte eine aus Regionalligaspielern aller Bundesländer zusammengestellte Elf durch ein Tor des Oberwarters Thomas Herrklotz Slowenien mit 1:0.

Das war der Startschuss für weiter Aktivitäten, die jetzt im neugeschaffenen "Amateur National Teams Nations Cup" eine Fortsetzung finden. Ternitz, Neunkirchen und Traiskirchen sind vom 6. bis 8. Oktober die Schauplätze für das erste Turner für Amateur-Nationalteams seit über 45 Jahren. Die Teilnehmer sind Österreich, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, das erstmals seit der Unabhängigkeit 1992 ein Amateur-Nationalteam stellen wird, sowie Grönland, das sich in den letzten Jahren vergeblich um eine offizielle Mitgliedschaft bei der FIFA, UEFA und CONCACAF bemüht hat. Die Fans der "Polar-Bamserne" (Polar-Teddybären) können die Spiele per Livestream verfolgen.

Montag gegen Grönland, Mittwoch gegen Bosnien

Die Grönländer sind am Montag um 19 Uhr in Neunkirchen auch Österreichs erster Turniergegner. Eröffnet wird der Nations Cup bereits um 16 Uhr in Ternitz, wo Slowenien und Bosnien-Herzegowina aufeinandertreffen. Am Mittwoch wird er in Traiskirchen mit dem Spiel Slowenien gegen Grönland (16.30 Uhr) fortgesetzt, den Endpunkt setzen Österreich und Bosnien-Herzegowina um 19 Uhr.

Teilnahmeberechtigt sind Amateurspieler aus den höchsten Semi-Pro- und Amateur-Ligen. Für Österreich ist etwa Ex-Nachwuchsnationalspieler Adrian Koreimann an Bord. Der Enkel des ehemaligen Elfer-Spezialisten von Wacker Innsbruck, Arnold Koreimann, ist in der Südstadt ausgebildet worden und kickt jetzt bei Toni Polster für die Wiener Viktoria. Ein anderer prominenter Name ist Raul Baur, der Sohn von Michael Baur, der beim FC Kitzbühel aktiv ist. Wie man gegen Bosnien-Herzegowina trifft, hat der Senior bereits vorexerziert, als er 2001 beim 1:1 in Sarajevo eines seiner fünf Länderspieltore erzielte.