handball-world: Emily, war das Auftaktspiel gegen Island am Anfang schwerer als gedacht und am Ende doch wieder leichter als gedacht?
Emily Vogel: Ich glaube, das ist ganz typisch für ein Auftaktspiel, dass nicht alles über 60 Minuten grandios läuft. Aber ich glaube, wir haben das gut gemacht, auf jeden Fall über 60 Minuten lang dominiert und in den paar schlechten Phasen, die wir vielleicht hatten, haben wir dann schnell wieder versucht, den Umschwung zu kriegen.
Was war aus deiner Sicht der Schlüssel für diesen Auftaktsieg?
Ich glaube, die Abwehr war auf jeden Fall wichtig, insbesondere in der zweiten Halbzeit kriegen wir nur ungefähr zehn Tore. Das hat gut funktioniert.
In der ersten Halbzeit standen wir auch gut, da kamen dann noch so ein paar Wellen, wo die letzte Konsequenz gefehlt hat, nach gefühlt zwei Minuten in der Abwehr. Das tut dann natürlich weh. Das sind nur Kleinigkeiten, die in der Abwehr noch verbessert werden müssen, ein paar Absprachen. Aber ich glaube, im Großen und Ganzen hat das auf jeden Fall Spaß gemacht und natürlich sind die ersten zwei Punkte superwichtig.
Wo siehst du noch Steigerungsmöglichkeiten?
In Überzahl sind wir ein paarmal zu früh in die Aktion, obwohl man da ja eigentlich gerne längere Angriffe spielt. Da können wir cleverer sein. Ansonsten ist es natürlich auch immer gegnerspezifisch, wie man auf dem Spielfeld agiert. Das haben wir, glaube ich, gut hinbekommen.
Die Kommunikation, das müssen wir genauso weitermachen. Im Angriff, glaube ich auch, dass wir unsere Aktionen noch ein bisschen gezielter setzen können, aber grundsätzlich bin ich zufrieden.
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Jetzt kommt mit Uruguay am Freitag ein Gegner, den man hierzulande gar nicht kennt, der auch nicht so den Ruf hat, eine klasse Mannschaft zu sein. Wie geht man an eine solche Aufgabe heran?
Ja, ich gebe dir da absolut recht, das ist auf jeden Fall der Underdog in unserer Gruppe. Nichtsdestotrotz muss man hundert Prozent fokussiert sein, um dominant aufzutreten. Es soll kein Risiko aufkommen, dass wir da zwei Punkte liegen lassen. Es ist uns wichtig, einfach ein gutes Spiel hinzulegen, um den Flow weiter aufzubauen und natürlich auch, um den Zuschauern einen tollen Handball zu liefern.
Dementsprechend werden wir da ganz genau so hineingehen, wie in allen anderen Spielen auch: analysieren, uns auf die Gegnerinnen vorbereiten und dann wieder eine super Abwehr hinzustellen und nochmal eine Schippe drauflegen.
Wie war es von der Kulisse zu spielen? Vor über 5.000 Zuschauern zu spielen, ist für die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen nicht das Normalste…
Ja, das stimmt. Es hat mega Spaß gemacht, generell natürlich zu Hause zu spielen, aber ein großes Turnier zu Hause, das ist nochmal ein bisschen "besonderer-erer". Dementsprechend: Das hat richtig Spaß gemacht, es war eine tolle Stimmung und das macht auf jeden Fall Lust auf die nächsten Spiele.
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