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Erster Wechsel von Gislason: Das ist der DHB-Kader für Serbien

kicker

Den Grundstein für eine erfolgreiche Handball-Europameisterschaft hat die deutsche Nationalmannschaft am vergangenen Donnerstag gelegt. Im brisanten Duell mit Nachbar Österreich gelang der DHB-Auswahl ein verdienter 30:27-Erfolg. Trotz einer starken Abwehr in der ersten Hälfte (nur acht Gegentore) und eines herausragenden Andreas Wolff (zwölf Paraden) zeigte sich Bundestrainer Alfred Gislason nach der Partie durchaus kritisch.

Er forderte für den zweiten Vergleich mit Serbien an diesem Samstagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) einen "hellwachen" Auftritt und eine Leistungssteigerung. Speziell in puncto Chancenverwertung hatte Deutschland gegen die Österreicher Luft nach oben.

Für das zweite EM-Vorrundenspiel musste Gislason aber auch wieder Personalentscheidungen treffen. Aus seinem ursprünglichen 18 Spieler starken Kader konnte der Isländer bei der technischen Besprechung wie gewohnt lediglich 16 Profis bei der EHF melden. Gegen Österreich hatte der Bundestrainer auf die angeschlagenen Nils Lichtlein (Füchsen Berlin) und Rune Dahmke (THW Kiel) verzichtet.

Langhoff bekam 16 Minuten gegen Österreich

Lichtlein - noch immer nicht fit - schaffte es auch für das Serbien-Spiel nicht in den Kader. Im Gegensatz zu Dahmke, der vor Turnierstart bereits die siegreichen EM-Härtetests gegen Kroatien angeschlagen verpasst hatte. In der zweiten EM-Partie lässt Gislason den Linksaußen vom THW Kiel, dessen Nominierung hohe Wellen geschlagen hatte, wie nach dem Österreich-Spiel angekündigt von der Leine.

Der Europameister von 2016 soll dabei helfen, Stammkraft Lukas Mertens vom SC Magdeburg ein wenig Ruhephasen zu verschaffen. Für Dahmke muss derweil EM-Debütant Matthes Langhoff vom Deutschen Meister aus Berlin weichen. Der Abwehrspezialist der Füchse, der beim Österreich-Spiel 16 Minuten mitgewirkt hatte, nimmt auf der Tribüne in Herning neben Vereinskollege Lichtlein Platz.

Die Reduzierung des Kaders auf 16 Spieler muss Gislason vor jeden einzelnen EM-Partie vornehmen - mehr Profis sind für eine einzige Partie schließlich nicht zugelassen. Während des Turniers, das vom 15. Januar bis 1. Februar 2026 in Dänemark, Schweden und Norwegen steigt, sind im gemeldeten EM-Kader insgesamt sechs Wechsel möglich - jeweils zwei während der Vor-, Haupt- und Finalrunde. Wichtig dabei: Nur Spieler, die im 35er-Kader stehen, können nachnominiert werden.

Die Möglichkeit auf seinen ersten EM-Einsatz hat Lichtlein vielleicht schon am kommenden Montag, dann steht ab 20.30 Uhr das dritte und finale Vorrundenspiel für die deutsche Mannschaft gegen den zweimaligen Europameister Spanien an, der 2018 und 2020 triumphierte.

Traditionell enge Duelle mit den Serben

Dass das Duell mit Serbien kein Selbstläufer wird, machte der EM-Auftakt deutlich. Das Team um den herausragenden Füchse-Keeper Dejan Milosavljev musste sich Favorit Spanien lediglich mit 27:29 geschlagen geben. Heißt auch: Gegen Deutschland sind die Serben unter Zugzwang, um noch ein begehrtes Hauptrundenticket zu lösen. Nur die jeweils beiden besten Teams der sechs Vorrundengruppen bleiben im Kampf um die Medaillen.

Traditionell eng ging es in der Vergangenheit bei großen Turnieren gegen die Serben zu: Das bislang letzte Aufeinandertreffen bei der Handball-WM 2023 ging mit 34:33 an Deutschland. 2009 wurden bei der WM die Punkte geteilt (35:35), so auch 2012 bei der EM (21:21). Unterschreiben würde Gislason sicherlich ein 31:23, das es bei der Heim-WM 2019 gegeben hatte.

Der deutsche Kader gegen Serbien:

Tor: David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Andreas Wolff (THW Kiel)Linksaußen: Lukas Mertens (SC Magdeburg), Rune Dahmke (THW Kiel)Rückraum links: Marko Grgic (SG Flensburg-Handewitt), Tom Kiesler (VfL Gummersbach), Julian Köster (VfL Gummersbach), Miro Schluroff (VfL Gummersbach)Rückraum Mitte: Juri Knorr (Aalborg Handbold/Dänemark)Rückraum rechts: Franz Semper (SC DHfK Leipzig), Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf)Rechtsaußen: Mathis Häseler (VfL Gummersbach), Lukas Zerbe (THW Kiel)Kreis: Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen)