Bereits zu Beginn des Turniers warten mit Österreich, Serbien und Spanien drei harte Gegner auf die deutsche Mannschaft. "Bei einer EM musst du von der ersten Minute des Turniers voll da sein. Man braucht immer Vollgas - und dieses Mal umso mehr", ordnete Kapitän Johannes Golla gegenüber dem Deutschen Handballbund die Auslosung ein.
Das deutsche Team wird, wie schon bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Januar, in Herning untergebracht sein. "Es ist ein bisschen komisch, zwei Jahre in Folge im gleichen Hotel wie im Vorjahr zu sein und in der gleichen Halle zu spielen, weil man natürlich schon die Hoffnung hat, dass mehr Länder große Turniere ausrichten", findet Golla. "Auf der anderen Seite wissen wir, was kommt".
Ein Drittel U21-Weltmeister
Der 28-Jährige ist seit über vier Jahren Kapitän, seitdem hat sich vor allem an der Altersstruktur einiges geändert: Allein sechs U21-Weltmeister von 2023 stehen im 18er-Kader. "Die vielen jungen Spieler, die in den vergangenen zwei Jahren bei uns debütierten, sprechen für die Breite im deutschen Handball und zeigen, wie viele gute Spieler wir haben", meint der Kreisläufer.
Jeder Spieler bringe neue Impulse ein, so Golla: "Daher lebt eine Gruppe von frischem Blut und viel Vorfreude auf die Nationalmannschaft". Man habe es den jungen Spielern aber auch leicht gemacht, erklärt er: "Wir sind eine sehr, sehr offene Mannschaft, in die man gut reinfinden kann." Dass von den Junioren-Weltmeistern kein Spieler allein dazukam, habe ebenfalls dazu beigetragen.
Neben dem Auffrischen des Kaders sei die aber Konstanz nicht zu vernachlässigen: Mit Jannik Kohlbacher, Andreas Wolff und Rune Dahmke stehen gleich drei Europameister von 2016 im Aufgebot, andere Spieler wie Lukas Mertens, Juri Knorr oder Golla selbst bringen weitere Turniererfahrung mit. Der Kapitän schielt trotz der Vorfreude auf das bevorstehende Großereignis bereits ein wenig auf die Heim-WM im kommenden Jahr: "Für uns als Mannschaft ist es extrem wichtig, dass wir mit einem guten Gefühl aus der EM gehen."