Das erhoffte sichere Spiel war es noch nicht von der deutschen Mannschaft. Gegen Österreich fiel die Entscheidung erst in den letzten Minuten, nachdem diese die Möglichkeit verpassten, auf zwei Tore zu verkürzen. Julian Köster freute sich dennoch über "zwei wichtige Punkte".
Als Prunkstück machte er im Gespräch mit handball-world die Defensive aus: "Der Schlüssel war heute die Abwehrleistung", fand der Gummersbacher. Wie schon in den EM-Generalproben gegen Kroatien hielt die DHB-Auswahl ihren Gegner bei unter 30 Toren. Köster teilte die Meinung vom Bundestrainer, der ebenfalls von einer "super Abwehr" sprach.
"Würfe müssen reingehen"
Ein großes Manko hatte das Spiel der Deutschen jedoch, was auch Alfred Gislason bemängelte: Sie trafen mehrfach das leere Tor nicht, nachdem Österreich den Torwart herausgenommen hatte. "Es ist immer so ein bisschen Risiko über das ganze Feld", erklärte Köster, dem selbst ein solcher Fehlwurf unterlief. "Aber da müssen wir schon effektiver sein. Wenn wir uns die Würfe nehmen, müssen die eigentlich auch reingehen."
Auf diese vermeintlich leichte Gelegenheit für ein schnelles Tor wolle man aber trotz der schwachen Ausbeute gegen Österreich in Zukunft nicht verzichten, versichert Köster: "Wir trauen jedem diesen langen Wurf zu. Wir müssen auch weiter dieses Risiko mit ins Spiel nehmen, dass wir die Gegner schnell bestrafen", kündigte der Rückraumspieler an.