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Schwieriger Löwen-Neustart - Späth: "Sehr unzufrieden"

kicker

Groß war im Sommer die Zuversicht, nicht gerade klein ist nun die Enttäuschung. Das wird auch deutlich, als Handball-Nationaltorwart David Späth am vergangenen Sonntag aus der Kabine der Rhein-Neckar Löwen kommt.

Nach der 30:33-Niederlage gegen Meister Füchse Berlin in der Bundesliga hält er fest: "Wir haben sechs bis acht Punkte zu wenig." Was nach 13 Spieltagen schon etwas zu bedeuten hat.

Späth hadert mit "dummen" Punktverlusten

Mit 12:14 Zählern hängen die Mannheimer vorerst im Tabellenmittelfeld fest, nachdem im Sommer der frühere Flensburger Meistertrainer Maik Machulla bei den Löwen angefangen und eine Aufbruchstimmung erzeugt hatte. Er brachte acht neue Spieler mit und sorgte für einen Radikalumbau, was das eine oder andere Problem erklärt.

Doch die bisherige Ausbeute ist dann doch ein bisschen zu wenig. Späth bestätigt das. "Wir haben Punkte dumm liegenlassen und deswegen bin ich sehr unzufrieden", sagte der 23-Jährige.

Der ehrgeizige Schlussmann verlängerte erst vor wenigen Wochen seinen Vertrag bei den Löwen vorzeitig bis 2029, weil er ein Zeichen setzen wollte und an eine bessere Zukunft des Vereins glaubt. Momentan zeigt sich aber, dass dieser Weg ein langer sein wird.

Probleme gegen die vermeintlich Kleinen

Sportchef Uwe Gensheimer vermisst bei der Mannschaft in bestimmten Situationen eine gewisse "Reife" und "Abgezocktheit". Andererseits treffen ihn die Probleme nicht unerwartet: "Das sind keine Themen, bei denen man einfach einen Schalter drückt. Eine mit acht Spielern neu zusammengestellte Mannschaft muss wachsen." Und das geht eben schneller mit Erfolgserlebnissen. Doch die bleiben zu oft aus.

Trainer Machulla spricht zwar davon, "viele tolle Spiele" seines Teams gesehen zu haben. Aber seine Mannschaft belohne sich zu selten, gerade gegen die Top-Teams. Ohnehin kämpft der Coach mit den Leistungsschwankungen seines Kaders. Gegen die Spitzenclubs präsentieren sich die Löwen meistens gut, während sie Probleme gegen die vermeintlich kleinen Kontrahenten haben. Bei Aufsteiger Bergischer HC verloren die Mannheimer. "Gegen die Füchse hatten wir nicht viel zu verlieren", weiß Machulla um die Vorteile einer Außenseiterrolle.

Krisen-Gipfel bei der HSG Wetzlar

Allerdings verfolgen die Löwen das Ziel, nach Platz neun in der Vorsaison ein wenig nach oben zu klettern. Im Sommer war die Rede davon, ein Herausforderer für die Mannschaften zu sein, die sich in der vergangenen Runde für den Europapokal qualifizierten.

Zwangsläufig bedeutet das aber, dass sich die Mannheimer in diesem Fall meistens in der Favoritenrolle befinden. "Spiele wie beim Bergischen HC oder jetzt auch bei der HSG Wetzlar - da brauchen wir eine ganz andere Klarheit", sagte Machulla mit Blick auf die Partie bei den abstiegsbedrohten Mittelhessen am Donnerstag (27. November).

Die Wetzlarer verloren zuletzt sechsmal in Serie und wurden bis auf den drittletzten Rang durchgereicht. Keine Frage: Für die HSG zählen nur zwei Punkte, für die Mannheimer in diesem Krisen-Gipfel aber auch. Sportchef Gensheimer versucht, ein wenig Druck zu nehmen, will nicht von einem Pflichterfolg sprechen. Er gibt aber zu: "Ein Sieg würde uns guttun."

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