"Heiß machen muss ich keinen Italiener. Im Gegenteil", sagte Hanning im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Manchmal habe ich die Sorge, dass die Spieler sich bei der Hymne schon verausgaben. Mit der Inbrunst, wie die gesungen wird, habe ich Angst, dass sich einer eine Zerrung holt. Solange es am Ende nur die Stimmbänder sind, kann ich aber damit leben."
Das "Il Canto degli Italiani", das Lied der Italiener, wird Hanning, der Italiens Handballer seit knapp einem Jahr betreut, diesmal womöglich mitsingen. "Ich bin auf einem guten Weg. Alles sitzt noch nicht, aber Teile sind präsent. Ich habe die Hoffnung, dass es bis zum ersten Spiel passt", sagte der 57-Jährige.
"Große Teams noch weit weg"
Hanning, der auch Geschäftsführer beim Bundesligisten Füchse Berlin ist, weiß um die Schwere der italienischen EM-Mission. "Natürlich sind die großen Teams noch weit weg", sagte der Funktionär: "Trotzdem möchte ich gerne in die Hauptrunde kommen. Wir wollen einen der beiden Großen schlagen und uns gegen Polen qualifizieren."
Italien, das vor dem Start der Europameisterschaft mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hat, trifft bei seiner ersten EM-Teilnahme seit 1998 in Gruppe F im schwedischen Kristianstad auf die hoch gehandelten Isländer (Freitag), Ungarn (Sonntag) und Polen (Dienstag). Die ersten zwei Teams erreichen die nächste Turnierphase. "Wir wollen positiv an das Thema herangehen, mit dem Glauben an große Momente", sagte Hanning.
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