"Ich will nicht wissen, wie sich der Körper bei unseren 30-Jährigen in der Mannschaft anfühlt", scherzte Sören Steinhaus bereit vor der Partie. Nach der 80-Minuten Pokalschlacht gegen Hannover prophezeite man den Bergischen Löwen müde Beine beim Rekordmeister, doch davon war lange Zeit gar nichts zu sehen. Im Gegenteil.
Beherzt und mutig spielte der Aufsteiger in der Wunderino-Arena mit und wusste gerade in der Offensive zu überzeugen. So blieben sie in Halbzeit eins konstant auf Augenhöhe, sodass es unerwartet eng beim Stand von 24:22 in die Kabine ging.
Bis zur 40. Minute schaffte es der BHC noch Schrittzuhalten, danach verließen sie allmählich die Kräfte. Der THW, angeführt von einem wieder einmal glänzenden Elias Ellefsen a Skipagötu mit 14 Treffern, zog dann immer weiter davon und konnte sich am Ende über einen deutlichen 43:35 Heimerfolg freuen.
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"Dann werden die Punkte auch irgendwann kommen."
Überschattet wurde das Spiel von vielen kleinen Auseinandersetzungen zwischen den Spielern, die ihren Ursprung bei einer strittigen Szene zwischen dem foulenden Lars Kooij an Skipagötu hatte. Bis zum Ende der Partie zeigten sich beide Mannschaften immer wieder diskussionsfreudig. "Ich finde, dass vielleicht ein paar Szenen in der Menge aufgebauscht wurden, dass eigentlich gar nicht so eine Hektik hätte hereinkommen müssen", erklärte Yannick Fraatz nach der Partie am Dyn-Mikrofon.
Der 26-Jährige wusste mit sechs Treffern gegen seinen Ex-Club zu überzeugen und hatte auch eine spielerische Analyse parat: "Ich glaube, dass wir immer besser reinkommen, sollten jetzt nur langsam mal punkten. Aber ich finde, dass im Vergleich zum Beginn der Saison und jetzt einen Fortschritt sieht. Wir arbeiten weiter hart und dann werden die Punkte auch irgendwann kommen."
"Die haben ganz hart gespielt"
Auch Matchwinner Elias Ellefsen a Skipagötu stand nach der Partie am Dyn-Mikrofon Rede und Antwort. "Wir haben gut gespielt, das ganze Spiel. Unser Angriff war gut, unsere Abwehr in der ersten Halbzeit war nicht gut. Wir helfen den Torhütern nicht und dann werfen sie viel zu viele Tore", erklärte der Färinger.
Besonders Gonzalo Perez de Vargas bekam das bei seinem Comeback zu spüren. Zwar hielt er gleich den ersten Wurf auf sein Tor, musste im Anschluss aber ausschließlich hinter sich greifen.
Zum Aufreger der Partie zwischen ihm und Kooij hielt er sich zunächst noch zurückhaltend: "Ich finde, ich bin ganz oben in der Luft, aber ich muss das noch einmal sehen." Später fügte er noch mit an: "Die haben ganz hart gespielt, das können die. Man kann nicht so hart spielen wie man will."
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