Am vergangenen Abend präsentierte Red Bull Racing seine neue Lackierung: Am Grunddesign mit blauer Lackierung, rotem Bullen und gelben Akzenten hält der Rennstall fest. Jedoch ist es ein deutlich helleres, glänzendes Blau als zuletzt an ihrem "RB22" für die neue Ära der Königsklasse.
Verstappen gefällt der Retro-Look
Auffällig sind neben dem neuen Blau, das an alte Red-Bull-Boliden aus den 2010er-Jahren erinnert, zudem die größeren schwarzen Flächen, die den Wagen insbesondere an Front- und Heckflügel, auf der Oberseite der Nase und im unteren Bereich des Seitenkastens zieren.
"Der Glanz ist cool, sie hat einen eher retro-artigen Look, die Farbe ist sehr kräftig und blau, das gefällt mir sehr gut", sagte Max Verstappen. Es sei für ihn eine Erinnerung an die Zeit, als er in der Formel 1 angefangen hat. "Ich bin mir nicht sicher, ob die Mechaniker sich darüber freuen werden, wie viel Zeit es kosten wird, ihn sauber zu halten", scherzte der entthronte Weltmeister. "Aber er sieht wirklich schick aus und wird für alle auf der Rennstrecke ein schöner Anblick sein."
Auf das neue Auto müssen sich die Fans aber noch etwas gedulden. Dieses stellt der Rennstall erst bei Testfahrten in Barcelona vor (26. bis 30. Januar).
Viel Neues
"Alle sind sehr aufgeregt - ich auch", sagte Verstappen bei der Präsentation über die neue Saison, in der ein komplett überarbeitetes Reglement sowohl für die Autos als auch für die Antriebseinheiten gilt: "Es wird eine Weile dauern, sich an das Auto zu gewöhnen, wir müssen verstehen, wie wir die beste Leistung herausholen können, uns damit vertraut machen."
Der Niederländer und sein neuer Teamkollege Isack Hadjar müssen sich auch an einen neuen Motor gewöhnen. Denn nach dem Abschied von Motorsportberater Helmut Marko startet Red Bull in diesem Jahr in eine neue Ära. Erstmals haben die Bullen in enger Zusammenarbeit mit Ford einen eigenen Motor entwickelt. In Erinnerung an Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz trägt die Antriebseinheit den Namen DM01.
Für die Fahrer stehen dann noch weitere Testfahrten in Bahrain an, ehe die WM am 8. März in Australien startet. Als Favorit auf den Titel sieht sich Red Bull erst mal nicht. Teamchef Laurent Mekies sagt dazu: "Ich denke, es wäre einfach naiv von uns zu glauben, dass wir unseren Motor von Grund auf neu entwickeln können und von Anfang an wettbewerbsfähiger sein können als Leute, die das seit 95 Jahren machen."