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Siegemunds Coup in China: Andreeva kämpft mit Tränen

kicker

Die mittlerweile 37 Jahre alte Laura Siegemund setzte sich in drei umkämpften Sätzen mit 6:7 (4:7), 6:3, 6:3 gegen die 19 Jahre jüngere Russin durch, Mirra Andreeva brach immer wieder in Tränen aus. "Ich bin einfach glücklich. Ich hätte bei den Bedingungen nicht gedacht, dass ich überlebe", sagte Siegemund mit Blick auf die enorm fordernden klimatischen Bedingungen mit hoher Luftfeuchtigkeit und großer Hitze. "Ich bin froh, dass ich fokussiert geblieben bin und solide gespielt habe."

Beim stark besetzten 1000er Turnier in der chinesischen Millionen-Metropole ist Siegemund die einzige deutsche Starterin. Gegen Andreeva benötigte sie knapp über drei Stunden, ehe sie gegen die Nummer 5 der Welt ihren zweiten Matchball zum Sieg nutzte. Im Achtelfinale wartet nun entweder Karolina Muchova aus Tschechien oder Magdalena Frech aus Polen auf die Schwäbin.

Andreeva gewinnt Satz 1

Siegemund, die in diesem Jahr sensationell das Viertelfinale von Wimbledon erreicht hatte, zeigte von Anfang an, dass sie sich nicht kampflos ergeben würde. Die Deutsche begann stark und setzte die favorisierte Andreeva mit starkem Grundlinienspiel und immer wieder eingestreuten Netzangriffen unter Druck.

Die Russin kam mit ihrem variablen Spiel nicht wie gewohnt zur Geltung und haderte sehr mit sich und der Welt. Die 18-Jährige schlug immer mal wieder den Schläger auf den Boden und brach auch noch in Tränen aus - dennoch hatte das Toptalent beim Stand von 4:5 zwei Satzbälle, nutzte diese aber nicht und musste von daher in den Tiebreak, den es dann auch gewann.

Siegemund bleibt unbeirrt

Anschließend aber ließ Siegemund nicht locker, sie blieb dran, agierte offensiv und profitierte auch von vielen Doppelfehlern der mit den Emotionen kämpfenden Andreeva. Die Weltranglisten-57. glich nach 2:11 Stunden verdient nach Sätzen aus und brach den Willen ihrer Kontrahentin dann gleich zu Beginn von Durchgang drei.

Siegemund glückte direkt das frühe Break, anschließend wehrte sie vier Breakbälle (!) ab und bog mit dem 3:0 letztlich auf die Siegerstraße ab. "Ich glaube, sie hat ein paar Fehler zu viel gemacht. Davon konnte ich profitieren. Ich wollte solide spielen", meinte die routinierte Metzingerin nach ihrem Coup.