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Warum gehen beim Ironman 2025 auf Hawaii nur die Frauen an den Start?

DAZN

Es ist ein immer noch ungewohntes Bild, das sich 2025 auf Hawaii zeigen wird. Wenn beim legendären Ironman in Kona die Startlinie gefüllt ist, werden dort ausschließlich Frauen stehen.

Kein Männerfeld, kein gemeinsames Rennen, nur die besten Triathletinnen der Welt, die sich auf der härtesten Bühne des Sports messen. Die naheliegende Frage: Warum ist das so?

Ironman: Wechsel zwischen Kona (Hawaii) und Nizza (Frankreich)

Die Antwort liegt in einer Entscheidung, die Ironman bereits vor einiger Zeit getroffen hat. Seit 2022 wird die Weltmeisterschaft im Rotationsprinzip ausgetragen, abwechselnd zwischen Kona (Hawaii) und Nizza (Frankreich).

Damit wollte die Organisation auf das gewachsene Teilnehmerfeld reagieren und gleichzeitig den Frauen einen eigenen Renntag ermöglichen. Und natürlich wollte man mehr Geld verdienen, denn zwei verschiedene Termine bringen mehr Einnahmen. Da das auf Hawaii nicht möglich war, entschied man sich für ein Rotationsprinzip.

Ironman auf Hawaii: 2026 folgt die Rückkehr

2023 waren die Männer in Nizza, die Frauen in Kona und 2024 war es umgekehrt. 2025 folgt nun der letzte Schritt dieser Aufteilung: nur die Frauen auf Hawaii, während die Männer bereits im September in Nizza um den WM-Titel gekämpft haben.

Für viele Fans und Athleten war das zunächst ein Bruch mit der Tradition. Jahrzehntelang galt der Ironman auf Hawaii als das Nonplusultra für beide Geschlechter, ein gemeinsamer Fixpunkt des Triathlonsports. Hawaii ist der Mythos.

IronmanGettyImages

2025 findet daher die letzte reine Frauen-WM auf Hawaii statt. Denn ab 2026 plant Ironman, wieder beide Geschlechter gemeinsam auf Kona starten zu lassen. Zurück zur alten Form also, allerdings mit notwendigen Anpassungen. 

Dann kehrt der Mythos in seine ursprüngliche Form zurück. Nizza bekam dafür die Ironman-70.3-Weltmeisterschaften für die Jahre 2026 und 2028 mit einer Option auf 2030.

Groß angelegte Umfrage mit klarem Ergebnis

Nach eigenen Angaben hat Ironman eine groß angelegte Umfrage gestartet und über 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der gesamten Triathlon- und Ausdauerszene gaben ihre Stimme ab. Gefragt wurde nach dem, was die Athleten wirklich wollen.

Das Ergebnis war eindeutig: Die überwältigende Mehrheit wünschte sich ein gemeinsames Rennen von Frauen und Männern. Und wo soll das stattfinden? Keine Überraschung: Auf Hawaii. Der Sehnsuchtsort des Triathlons, der Mythos, der alle vereint.

Frodeno freut sich

Der dreimalige Hawaii-Sieger Jan Frodeno begrüßt die Rückkehr. "Ich freue mich für alle Athleten, Agegrouper und Profis, die die WM in Kona so erleben können, wie ich mich 2011 in sie verliebt habe", erklärt der Ironman-Weltmeister von 2015, 2016 und 2019 bei tri-mag.

"Der Vibe war der Grund, dass ich auf die Langdistanz wechseln wollte. Und ein neues Ziel in meinem Athletendasein gefunden hatte. In unserem Sport ist und war es immer besonders, dass alle gemeinsam auf der Strecke waren. Und am Ende des Tages konnten wir die Geschichten teilen. Egal, ob es Profis oder Amateure waren. Und vor allem auch egal ob Frauen oder Männer.  Es waren immer besondere Momente, weil wir sie alle gemeinsam hatten."