Zum zweiten Mal in Folge hatte Matt LaFleur zuletzt das jüngste Team der NFL betreut, zum zweiten Mal in Folge hatte das Verletzungspech zugeschlagen (2025/26 etwa mit Kreuzbandrissen bei Tucker Kraft und Top-Rusher Micah Parsons) - und zum zweiten Mal in Folge flogen die Green Bay Packers als #7 Seed der NFC direkt in der Wild Card Round raus aus den Playoffs.
So folgte auf das klare 10:22 beim späteren Super-Bowl-Champion aus Philadelphia das jetzige 27:31 beim NFC-North-Rivalen aus Chicago. Doch damit nicht genug: "The Pack" hatte nach starkem Start und allgemein tollem Auftritt von Quarterback Jordan Love (323 Yards, vier TDs, keine Fehler) bereits mit 21:3 und später mit 27:16 geführt - nur um doch noch alles herzuschenken.
Das führte aufgrund von Special-Teams-Patzern wie verschossenen Kicks von Brandon McManus, aufgrund von ungünstigem Clock Management und eindimensionalem Laufspiel über Running Back Josh Jacobs zu klarer Kritik an LaFleur. Unter NFL-Experten war allgemein aber stets von einer Verlängerung des Vertrags ausgegangen worden - zu dieser kam es auch nun.
Kein "lame-duck scenario"
Wie die NFL selbst auf ihren Kanälen in der Nacht von Samstag auf Sonntag (MEZ) mitteilte, einigten sich die Macher im US-Bundesstaat Wisconsin mit dem allgemein starken Playcaller auf eine noch nicht näher definierte wie langfristige Ausdehnung des Vertrags. Sein altes Arbeitspapier hatte nur noch für die Saison 2026/27 gegolten - dieses sogenannte "lame-duck scenario" sollte vermieden werden. Und wurde es mit diesem Schritt nun auch.
Die Gründe für die Verlängerung liegen natürlich ebenso auf der Hand. LaFleur hatte nicht nur die letzten Jahre von Aaron Rodgers inklusive zwei MVP-Runs begleitet, sondern zugleich dahinter Spielmacher Love zu einem sehr starken Passer in der Liga geformt. Obendrein führte der 46-Jährige die Käsestädter in sieben Jahren sechsmal in die Playoffs und allgemein zu einer starken Bilanz von 76-40-1 (3-6 in der Endrunde).
LaFleur selbst sagte zuletzt gegenüber Medien zudem Folgendes: "Dieser Ort ist einzigartig. Ich liebe diesen Ort. Ich liebe die Mensche. Und ich liebe unsere Spieler, die Kabine, einfach alle in unserer Organisation. Das hier ist ein ganz besonderer Ort. Die Gemeinschaft ist einfach großartig." Er habe in seinem Leben zudem schon einiges gesehen, aber: "Genau deshalb finde ich diesen Ort so einzigartig und besonders. Meine Kinder lieben es hier, meine Familie liebt es hier."
Neben dem Erhalt von LaFleur wird außerdem fest davon ausgegangen, dass die Packers auch noch General Manager Brian Gutekunst sowie Vizepräsident Russ Ball im Amt halten werden.