Die Philadelphia Eagles sind als Titelverteidiger bereits in der Wild Card Round gescheitert. Nach der Niederlage gegen die San Francisco 49ers steht Offensive Coordinator Kevin Patullo im Fokus der Kritik. Der 44-Jährige hatte erst im Februar 2025 den Job vom zu den Saints abgewanderten Kellen Moore übernommen.
Doch seine erste Saison als Play-Caller verlief enttäuschend: Die Offense, die 2024 noch Platz sieben in der Scoring-Rangliste belegte und am Ende den Super Bowl gewann, stürzte unter Patullo auf nur noch 22,3 Punkte pro Spiel ab - Rang 19 in der Liga.
Drastischer Leistungsabfall der Offense
Besonders in der zweiten Saisonhälfte versagte Patullos Offense komplett. In acht Spielen gelang es nicht, die 20-Punkte-Marke zu knacken. Selbst Superstar Saquon Barkley produzierte unter dem neuen Coordinator nur etwa die Hälfte seiner Yards aus dem Vorjahr.
Wide Receiver DeVonta Smith reflektierte nach dem Playoff-Aus: "Wir können niemanden einzeln herausgreifen. Wir haben offensiv als Einheit nicht funktioniert, ob es nun eine falsche Zuteilung war oder etwas Ähnliches. Auch Quarterback Jalen Hurts verweigerte eine klare Aussage: "Es ist zu früh, darüber zu reden (...), ich vertraue auf Howie [Roseman, Executive Vice President & General Manager], Nick [Sirianni] & Mr. Lurie (Owner Philadelphia Eagles)"
Sirianni hält (noch) an seinem Vertrauten fest
Head Coach Nick Sirianni und Patullo verbindet eine lange Geschichte. Die beiden arbeiteten bereits drei Jahre bei den Indianapolis Colts zusammen, bevor Sirianni ihn 2021 als Pass Game Coordinator nach Philadelphia holte. Diese enge Beziehung gilt für viele als Hauptgrund, warum Patullo trotz der Kritik noch im Amt ist.
Sirianni musste während der Saison sogar Gerüchte dementieren, dass ihm die Play-Calling-Verantwortung entzogen werden könnte - insbesondere nach der 21:24-Niederlage gegen die Cowboys.
Zukunft ungewiss
Das Wild-Card-Aus ist eine massive Enttäuschung für den amtierenden Super-Bowl-Champion. Verglichen mit Moores letzter Saison wirkte die Eagles-Offense unter Patullo deutlich weniger effektiv und blieb weit hinter den gesetzten Standards zurück. Während Sirianni bisher keine personellen Veränderungen andeutete, könnte die enttäuschende Saison dennoch bereits das Ende für den Offensive Coordinator bedeuten, denn Medienberichte aus den USA spekulieren bereits über eine mögliche Entlassung.
Die Eagles stehen nun also vor der Entscheidung: Geben sie Patullo eine zweite Chance zur Wiedergutmachung oder suchen sie nach einem neuen Mann, um mit einem grundsätzlich talentierten Roster 2026 einen neuen Anlauf zu starten?
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