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Finale um Trophäen und Playoff-Seeds: Die großen Storylines am Championship Weekend

kicker

College Football fühlt sich an diesem Wochenende fast wie eine eigene Version der NFL-Playoffs an: neutrale Stadien, Trophäen, dicke Logos am Feldrand - aber gleichzeitig jede Menge Kontrast. Auf der einen Seite Blue Bloods, für die der Titel "nur" die nächste Kerbe im Pokalschrank ist, auf der anderen Seite Programme wie Indiana, BYU, Tulane oder James Madison, für die genau diese Spiele alles bedeutet.

Championship Weekend bietet damit zwar weniger Chaos als die vergangene Rivalry Week, aber dafür maximal verdichtete Top-Duelle: Jedes einzelne Spiel kann die Brackets, Awards und das Erbe dieser Saison neu schreiben.

Big Ten Championship: No. 2 Indiana vs. No. 1 Ohio State

Ohio State und Indiana sind beide auf Playoff-Kurs, aber in Indianapolis geht es um mehr als Formalien: Der Sieger holt sich nicht nur den Big-Ten-Titel, sondern wohl auch ein First Round Bye und ein gewaltiges Statement im Rennen um den Nummer-1-Seed. Für Indiana liegt der Schlüssel im Laufspiel und einer stark verbesserten O-Line, die das Run Game, das landesweit in der Top 10 ist, trägt und den Pass Rush der Buckeyes von klaren Passing Downs fernhalten muss.

Ohio State setzt auf seine dominante Front, die Hoosiers-QB Fernando Mendoza unter Zeitdruck setzen und ihn aus seinem Rhythmus bringen soll, während offensiv Bo Jackson am Boden das Fundament für Shot Plays von Quarterback Julian Sayin auf Star-Receiver Jeremiah Smith legen soll. Dieses Finale hat zugleich Heisman-Flair: Sayin und Mendoza sind zwei der zentralen Namen im Award-Rennen, und ein großer Abend in Indy könnte den Ausschlag geben.

SEC Championship: No. 3 Georgia vs. No. 9 Alabama

Georgias Platz im Playoff gilt als sicher, doch für Kirby Smart bleibt der SEC-Titel "das größte Spiel der Welt". Alabama dagegen braucht den Sieg, um die eigene Playoff-Chance überhaupt zu erhalten. Im ersten Aufeinandertreffen der Saison geriet Georgia früh 0:14 in Rückstand, ließ Alabama 13 von 19 Third Downs konvertieren und musste permanent hinterherlaufen - ein Szenario, das sich die Bulldogs in Atlanta nicht noch einmal leisten können.

Defensiv muss Georgia QB Ty Simpson, der zuletzt wackliger geworden ist, wesentlich konsequenter unter Druck setzen, während offensiv Quarterback Gunner Stockton nach seiner schwachen Vorstellung gegen Georgia Tech Antworten liefern soll - auch als Läufer, um das Run Game trotz der Probleme in der Interior Line am Laufen zu halten.

Alabama wiederum muss deutlich besser gegen den Run aussehen als im ersten Duell, bei dem 227 Rushing Yards zugelassen hat, und gleichzeitig mit einem dezimierten Backfield die Offense auf Simpson und Playmaker wie Ryan Williams ausrichten, der nach einem ruhigen November eigentlich dringend einen großen Auftritt braucht.

Big 12 Championship: No. 11 BYU vs. No. 4 Texas Tech

Texas Tech hat BYU in der Regular Season klar dominiert und steht mit 11-1 vor dem größten Spiel der jüngeren Programmgeschichte, das Rematch in Arlington ist gleichzeitig Playoff-Absicherung und Reifeprüfung. BYU war im ersten Duell nach einem 0:13 zur Pause praktisch chancenlos, weil die Offense zu eindimensional wurde und der Rückstand nicht zur eigenen Identität passte.

Diesmal müssen die Cougars das Spiel lange eng halten und mit RB L.J. Martin ihr physisches, geduldiges Run Game etablieren, statt Texas Tech zu einem vertikalen Shootout einzuladen, das ihnen nicht liegt. Die Red Raiders bauen auf eine Defense, die BYU bereits einmal mit frühem Druck und Red-Zone-Stops frustriert hat, und auf QB Behren Morton, der in Rhythmus kommen muss. Edge-Star David Bailey, der der Sack-Leader ist, schwebt als möglicher Game Wrecker über der Partie - selbst angeschlagen wäre er ein X-Factor für Techs Titel- und Playoff-Träume.

ACC Championship: Duke vs. No. 17 Virginia

Die ACC liefert das wohl chaotischste Bild des Wochenendes: Miami schaut zu, während Virginia eine Märchensaison krönen will und Duke mit einem Sieg theoretisch sogar riskieren könnte, die Conference komplett aus dem Playoff zu drücken. Virginia dominierte das erste Aufeinandertreffen in Durham an beiden Lines, lief für 224 Yards, hielt Duke bei 42 Rushing Yards und setzte Quarterback Darian Mensah konstant unter Druck - eine physische Blaupause, die auch in Charlotte der Schlüssel sein dürfte.

Duke dagegen braucht Balance: Ohne Laufspiel wird Mensah trotz seiner Topzahlen von 3.450 Yards, 28 TDs sowie nur vier Interceptions irgendwann zur leichten Beute für Virginias Pass Rush. Auf der anderen Seite vertraut Virginia auf QB Chandler Morris, der im Hinspiel 316 Yards und zwei Touchdowns auflegte, nun aber Turnover vermeiden muss, um Dukes Defense konstant zu bestrafen und das Spiel nicht unnötig offen zu halten.

G5-Spotlight: American & Sun Belt - Tulane, North Texas und James Madison

Im American Championship zwischen Tulane und North Texas geht es um mehr als eine Conference-Trophäe: Es ist das zentrale Bewerbungsspiel für den bestplatzierten Group-of-5-Champion, der ein garantiertes Playoff-Ticket sichern könnte - oder zumindest ein New-Year’s-Six-Slot. North Texas bringt mit QB Drew Mestemaker eine der spektakulärsten Offenses des Landes aufs Feld: FBS-Spitze in Passing Yards, nur vier Interceptions bei fast 400 Attempts und sieben Spiele mit 50 oder mehr Punkten unterstreichen die Schlagkraft der Mean Green.

Tulane antwortet mit der besten Scoring-Defense der Conference, angeführt von D-Liner Santana Hopper, der als vielseitiger Spieler Run Game und Pass Attack zugleich stören soll. Parallel spielt James Madison im Sun-Belt-Finale gegen Troy nicht nur um den nächsten Titel im noch jungen FBS-Kapitel, sondern auch um Ranking-Respekt beim Committee - in einem Szenario, in dem JMU und der American-Champion theoretisch beide in Betracht kommen könnten, falls sich im ACC-Finale alles für eine fünfmal geschlagene Duke-Mannschaft dreht.

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