Bei der Heisman-Zeremonie in New York setzte sich Mendoza deutlich gegen seine Konkurrenz durch. Der Spielmacher führte Indiana nicht nur zur Nummer-eins-Platzierung und zum Top-Seed in den anstehenden College Football Playoffs, sondern krönte eine außergewöhnliche Saison mit einer historischen Auszeichnung. Für Indiana ist der Erfolg ein Meilenstein, für Mendoza der vorläufige Höhepunkt einer bemerkenswerten Entwicklung.
Deutlicher Sieg im Heisman-Voting
Fernando Mendoza gewann die Heisman Trophy mit insgesamt 2362 Punkten und 643 Erststimmen. Damit setzte er sich klar gegen Vanderbilt-Quarterback Diego Pavia mit 1435 Punkten durch. Notre-Dame-Running-Back Jeremiyah Love belegte mit 719 Punkten den dritten Platz, Ohio-State-Quarterback Julian Sayin folgte mit 432 Punkten. Mendoza ist damit der erste Spieler der Indiana Hoosiers, der die Heisman Trophy seit ihrer Einführung im Jahr 1935 gewinnt.
Mendoza führte die Hoosiers zu ihrer ersten Nummer-eins-Platzierung in der Geschichte des College Footballs und zum Top-Seed im 12-Team-Playoff-Turnierbaum. In der regulären Saison warf er für 2980 Yards und ligaweit führende 33 Touchdown-Pässe, zusätzlich erzielte er sechs Touchdowns als Läufer. Indiana ist das letzte ungeschlagene Team im Major College Football und trifft im Viertelfinale der College Football Playoffs am 1. Januar im Rose Bowl Game auf einen noch zu ermittelnden Gegner.
Bescheidene Worte nach der Auszeichnung
Trotz der historischen Bedeutung blieb Mendoza nach der Verkündung bodenständig. "Ich habe mir die Zahlen noch nicht angeschaut", sagte er. "Aber es ist eine große Ehre, mit diesen Jungs genannt zu werden. Das ist wirklich ein Verdienst unseres Teams. Es ist eine Team-Auszeichnung." Auch später betonte er erneut den kollektiven Erfolg. "Diese Trophäe trägt zwar meinen Namen, aber sie gehört euch allen. Zum ersten Mal gehört sie nach Bloomington. Vor der Hoosier Nation zu spielen, ist eines der größten Privilegien meines Lebens."
Mendoza ist erst seit dieser Saison Starter in Indiana, nachdem er als Transfer von California kam. Der Redshirt-Junior aus Miami übertraf mit den Hoosiers in dieser Saison mehrere Programmrekorde bei Touchdowns und Punkten, die erst im Vorjahr während des überraschenden CFP-Laufs aufgestellt worden waren.
Anerkennung auch vom Head Coach
Indiana-Head-Coach Curt Cignetti war bei der Zeremonie in New York anwesend. Als Mendoza nach der Verkündung zu ihm kam, fiel die Reaktion kurz und eindeutig aus. "Gute Arbeit, das hast du dir verdient", sagte Cignetti seinem Quarterback.
Mendoza ist erst der zweite Heisman-Finalist in der Geschichte der Indiana Hoosiers nach Anthony Thompson, der 1989 Zweiter wurde. Er ist zudem der siebte Indiana-Spieler mit einem Top-10-Finish im Heisman-Voting. Gleichzeitig markiert sein Sieg ein weiteres Novum, denn erstmals stellt das Programm in zwei aufeinanderfolgenden Jahren einen Top-10-Kandidaten. Quarterback Kurtis Rourke belegte in der Vorsaison Rang neun.
Die Heisman Trophy ist nicht die einzige Ehrung für Mendoza. Bereits unter der Woche wurde er zum Associated Press Player of the Year gewählt. Am Freitagabend erhielt er zudem den Maxwell Award und den Davey O’Brien Award, während Jeremiyah Love mit dem Doak Walker Award ausgezeichnet wurde. Quarterbacks gewannen in vier der vergangenen fünf Jahre die Heisman Trophy, nachdem im Vorjahr Two-Way-Star Travis Hunter von Colorado die Serie unterbrochen hatte.
Fernando Mendoza hat eine Saison für die Geschichtsbücher gespielt und Indiana auf eine neue sportliche Ebene gehoben. Als erster Hoosier-Heisman-Gewinner, Top-Seed in den College Football Playoffs und dominanter Spielmacher einer Rekord-Offense verkörpert er den Aufstieg des Programms. Nun fehlt nur noch der letzte Schritt: der Erfolg in den Playoffs, der diese außergewöhnliche Saison endgültig unvergesslich machen könnte.
Das könnte Sie auch interessieren:
Awards & Trophäen: Das sind die besten College-Football-Spieler der Saison Powerhouses größte Stadien besten Spieler vor der Saison höchste Spielklasse so funktioniert Amerikas Kultsport spektakulärsten Athleten alle deutschen D1-Spieler Playoffs NIL-System Overtime erklärt wie lange darf man spielen?