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"Das haben wir vermisst": Moritz Wagner und das Ende der Leidenszeit

kicker

Zwölf Monate und 20 Tage musste Moritz Wagner nach seinem Kreuzbandriss pausieren, auf ein paar Minuten kam es da nicht mehr an. Unter großem Jubel sollte der Deutsche im ersten Viertel eigentlich eingewechselt werden, doch der 28-Jährige brauchte zu lange und musste eine weitere Auszeit abwarten, bis es am Sonntagnachmittag Ortszeit gegen die New Orleans Pelicans endlich so weit war.

Knapp zehn Minuten dauerte die Rückkehr des Berliners - und wie immer waren diese Minuten "laut". Acht Punkte (3/7 FG), zwei Rebounds und zwei Assists verbuchte Wagner beim 128:118-Erfolg, vor allem im dritten Viertel war seine Präsenz spürbar. Unter anderem forcierte Wagner zusammen mit Desmond Bane einen Turnover der Pelicans, nachdem er zuvor im Fastbreak gescort hatte.

"Das war einer der Momente, wo wir Energie gebraucht haben", sagte Wagner über diese Szene. "Ich habe hinter den Kulissen so hart gearbeitet und war so lange nur Zuschauer, deswegen hat es sich besonders angefühlt, heute wieder Teil von all dem zu sein. Das war erfüllend."

Magic-Coach Mosley lobt Moritz Wagner

Alles klappte selbstverständlich noch nicht, gerade in der Defense stand der Big Man in der ersten Halbzeit nicht immer gut, dennoch brachte er dem Team Impulse. "Er bringt Freude und Energie in das Spiel, das haben wir vermisst. Ich bin froh, dass er gleich so gut gespielt hat. Er hat so performt, wie er dies vor der Verletzung gemacht hat", resümierte Tristan da Silva, der im dritten Viertel vier Dreier in Serie verwandelte und auf 16 Punkte kam.

Auch Coach Jamahl Mosley war zufrieden, für ihn war das Wagner-Comeback einer der Schlüssel für den Erfolg: "Ich habe Freude gesehen, dass er wieder spielen kann. Für ihn war es ein Privileg, wieder auf dem Feld zu stehen und das hat er zu seinem Vorteil gemacht. Die Reaktionen der Fans für Moe haben uns geholfen und die Moral gehoben."

Mit bis zu elf Punkten führten die Pelicans im dritten Viertel, doch den Schlussabschnitt gewann Orlando mit 37:20, eingeläutet durch ein And-1 von Wagner, dessen Arbeitstag dann zehn Minuten vor Schluss beendet war.

Moritz Wagner erleichtert nach Comeback

Im Anschluss war Wagner auf der PK, mit Bruder Franz an seiner Seite, sichtlich erleichtert. "Ich wollte die Emotionen ausblenden und es wie ein normales Spiel behandeln", sagte er über sein Comeback. "Ich bin froh, dass ich es hinter mich gebracht habe. Jetzt können wir so tun, als ob es nie passiert ist."

Für das verletzungsgeplagte Orlando sind das gute Nachrichten. Bruder Franz ist für das Spiel in Berlin weiter fraglich, gegen die Pelicans musste auch Starting Center Wendell Carter Jr. (Hüfte) passen. Dazu fehlt auch weiterhin Jalen Suggs mit einer Innenbandverletzung, beim Guard ist es noch völlig unklar, wann er zurückkommen wird.

Umso wichtiger ist jeder Sieg im Playoff-Rennen. Mit einer Bilanz von 22-18 belegen die Magic zur Saisonhalbzeit derzeit Rang sechs im Osten, sowohl nach oben als auch nach unten ist vieles möglich. Am heutigen Montag wird der Tross bereits in Berlin ankommen, direkt nach dem Spiel setzte sich das Team in den Flieger Richtung Deutschland. Am Donnerstag steigt dann das erste Spiel der Regular Season in Berlin - auf jeden Fall mit mindestens einem Wagner.

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