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Es droht sogar der Ligaausschluss: Totales Chaos bei Pleiß‘ Ex-Klub Trapani

kicker

Eine Bilanz von 10-3 in der italienischen Liga, dazu die souveräne Qualifikation für die Runde der letzten 16 in der Basketball Champions League. Man könnte meinen, dass es läuft bei Trapani Shark, wo im Vorjahr auch der deutsche Ex-Nationalspieler Tibor Pleiß unter Vertrag stand.

Doch im Hintergrund brodelt es. Der italienische Verband hat dem Emporkömmling bereits acht Punkte abgezogen, Präsident Valerio Antonini wurde für zwei Jahre gesperrt, die ersten Spieler haben das Team verlassen, zuletzt musste ein Spieler das Team coachen und nun steht auch im Raum, dass die kommende Partie gegen EuroLeague-Klub Virtus Bologna womöglich gar nicht stattfindet.

Kurzum: Es herrscht Chaos auf Sizilien und das Team südlich der Alpen produziert Tag für Tag neue Schlagzeilen. Mittendrin natürlich Präsident Antonini, der aufgrund seiner Frau seine Liebe für Trapani fand und sowohl in den Basketball als auch in den Fußball ordentlich Geld hereinpumpte.

Antonini: Der König von Trapani

"Der hat drei Plätze nur für sich und sitzt gegenüber der Spielerbänke genau in der Mitte", berichtete Pleiß im Podcast Dyn Timeout im Vorjahr. "Da steht dann auch ein Kühlschrank mit Champagner und er sitzt da wie ein König und lässt sich von der Stadt feiern." Zwölf Monate später ist die Stimmung gekippt, stattdessen liefert sich der Verein mit dem Verband eine Schlammschlacht und es ist nicht mehr auszuschließen, dass Trapani nicht mehr zu Ende spielen kann.

Mit Timmy Allen hat der beste Spieler das scheinbar sinkende Schiff verlassen, auch Trainer Jasmin Repesa trat zurück, obwohl der Präsident dies nicht akzeptieren wollte. Dazu ging Kapitän Amar Alibegovic, der darauf verwies, dass die Gehälter nicht bezahlt worden seien. Auch hier gab Trapani keine Freigabe und so kann der Bosnier derzeit nicht für sein neues Team Granada spielen.

Mit der Bürokratie nimmt es der Geschäftsmann aus Rom eben nicht so genau. Wegen ausstehender Steuerzahlungen wurden Trapani schon vor der Saison Punkte abgezogen, nun kamen Ende Dezember wieder drei Minuspunkte wegen des Vorwurfs des Betrugs hinzu. Demnach habe der Verein dem Verband versichert, dass Zahlungen getätigt worden seien. Nachweislich geschah dies aber nicht.

Trapani gewinnt Spiel ohne Coach

Italienische Medien melden, dass Trapani womöglich schon am 7. Januar vom Spielbetrieb ausgeschlossen wird. Der Sportdirektor des Klubs drohte dagegen zuletzt, dass man am Wochenende gegen Bologna nicht antreten werde, weil man sich ungerecht behandelt fühle.

Zuletzt hagelte es nämlich Strafen gegen die Sizilianer. Durch den Abgang von Allen haben die "Haie" nicht mehr die benötigten zwölf registrierten Spieler, auch die 6+6-Regel konnte nicht mehr eingehalten werden, weil der Verband Trapani mit einer Transfersperre belegte. Für jedes Spiel sind das 50.000 Euro Strafe. Dazu absolvierte Trapani bereits ein Spiel ohne Coach, da die Liga die Qualifikation von Interimstrainer Alex Latini nicht anerkannte (nur ein Spiel ist möglich).

Stattdessen schlüpfte John Petrucelli, ehemals ratiopharm Ulm (2020/21) in die Rolle des Spielertrainers und führte Trapani tatsächlich zu einem deutlichen Sieg gegen Udine. Es könnte der letzte Sieg für die Sizilianer gewesen sein, zuletzt hagelte es zwei Niederlagen und das Gerichtsverfahren schwebt weiter über dem Verein.

Trapani: Präsident zwei Jahre gesperrt

Und Antonini? Der führt weiter einen kleinen Krieg gegen Liga und Verband. "Gebt uns die Punkte zurück oder ich ziehe das Team zurück. Es ist eine Hetzjagd gegen Trapani und mich und dafür will ich entschädigt werden", drohte der 50-Jährige.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass dessen Karriere als Sportfunktionär beendet ist, nicht nur wegen der zweijährigen Sperre. Es deutet vieles darauf hin, dass Trapani wieder so schnell von der Landkarte verschwinden wird, wie es gekommen war.

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