Wie dieser nun auf einer Pressekonferenz eingestand, habe er sich bei einem Spielzug am Handbuch von Mumbru bedient. "Ich habe Franz erst kürzlich erzählt, dass ich einen seiner 'ATOs' von Deutschland geklaut habe", sagte er lachend. Die Abkürzung ATO steht für "After Timeout", meint also einen Spielzug, der direkt aus der Auszeit heraus umgesetzt wird.
"Ich wollte [das Play] heute zu Beginn spielen. Deswegen bin ich froh, dass sie diese Frage gestellt haben", witzelte er sarkastisch in Richtung eines Journalisten, der auf den Spaß einging und sich dafür entschuldigte, den Spielplan versaut zu haben.
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Später stellte Mosley dann nochmal ganz direkt klar, dass er sich von Mumbrus Spielzügen bei der Europameisterschaft habe inspirieren lassen: "Ja, das habe ich", sagte er kurz und knapp.
Nicht zufällig predigte Mosley vor Saisonstart, dass das Ziel der neuen Saison sei, das Tempo stets hochzuhalten und bestenfalls nur wenige Sekunden pro Angriff aufzuwenden. Die Systemumstellung trug bislang durchaus Früchte. Mit einem Pace-Wert von 96,51 rangierte Orlando in der Vorsaison noch auf dem letzten Platz der NBA. Inzwischen steigerte man diese Zahl auf 101,12, womit man im Mittelfeld der Liga angesiedelt ist.
Das höhere Tempo gilt als ligaweites Merkmal der laufenden NBA-Saison. Teams verfolgen damit das Ziel, gegnerische Verteidigungen im noch ungeordneten Zustand attackieren zu können. Die neue Spielweise erntete aber auch Kritik, gilt sie als maßgeblich für die gestiegene Zahl an Verletzungen, insbesondere der Wade.
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