Es ist ein durchaus überraschender Name, mit dem Regionalligist Viktoria Aschaffenburg kurz nach Jahresbeginn seine offene Trainerfrage beantwortet: Felix Luz bringt zwar jahrzehntelange Erfahrung als Spieler aus unterschiedlichsten Ligen mit an den Schönbusch, einen Namen als Übungsleiter machte er sich bislang nicht.
So stand der aus Esslingen am Neckar stammende Ex-Stürmer in 44 Zweitligapartien, 59 Drittliga-Spielen und in neun DFB-Pokal-Begegnungen auf dem Platz, hinzu kommen mehr als 130 Regionalliga-Einsätze in verschiedenen Staffeln. Unter anderem lief er für den VfB Stuttgart II, die TSG Hoffenheim, den FC Augsburg und den FC St. Pauli auf.
Aber: Luz ist im Besitz der A-Lizenz, und so kommt der heute 43-Jährige zu seiner ersten Station als Cheftrainer im gehobenen Amateurbereich.
"Ehrgeizig und siegesorientiert"
"Ich habe Felix als äußerst ehrgeizigen und siegesorientieren Spieler kennengelernt. Daher bin ich davon überzeugt, dass er diesen Siegeswillen auch unseren jungen Spielern mitgeben wird", glaubt Sportvorstand Felix Magath. "Er strahlt als Person großes Selbstvertrauen aus, was sich auf die Mannschaft übertragen soll, damit diese an Stärke gewinnt und als Team noch enger zusammenrückt, um im Abstiegskampf zu bestehen. Dazu besitzt Felix die nötige Trainer-A-Lizenz", so Magath weiter.
"Ich danke dem Vorstand für das Vertrauen, mir in dieser schwierigen Situation das Amt des Cheftrainers zu übertragen. Ich bin zuversichtlich und überzeugt, dass wir mit harter Arbeit und einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Klassenerhalt schaffen werden", betont der neue Cheftrainer. Die Unterfranken überwintern in der Regionalliga Bayern auf Rang 16 und stecken damit mitten im Abstiegskampf.
Daniel Soldevilla, der nach der Trennung von Aytac Sulu die Mannschaft federführend in den letzten drei Partien vor der Winterpause betreut hatte, bleibt als Co-Trainer mit im Team. Gerald Mai, zuletzt als Co-Trainer an der Seite von Soldevilla aktiv, steht dem Verein zwar noch beratend zur Verfügung, aber nicht mehr aktiv an der Seitenlinie.