Der Plan der Niedersachsen ist es, nach drei Jahren Abstiegskampf, zumindest die ganz stürmischen Zeiten unter Backhaus hinter sich zu lassen, als der 43-jährige Fußballlehrer dann aber um 15 Uhr zur ersten öffentlichen Trainingseinheit im Schatten des Eintracht-Stadions bat, stürmte und regnete es geradezu herbstlich. Der neue Chef nimmt es mit einem Lächeln und sagt: "Ich bin ohnehin kein Schönwetter-Trainer."
In seinem Kader, den er am Montag anleitete, sind noch einige Lücken. Torjäger Rayan Philippe wurde ganz bewusst von der Einheit befreit. Der 24-jährige Franzose ist sich einig mit dem HSV über einen Wechsel, einzig Details zwischen den beiden Vereinen sind noch zu klären.
Philippes HSV-Wechsel steht unmittelbar bevor
Unüberbrückbar indes sind die Lücken nicht. Sportchef Benjamin Kessel bestätigt, dass es eine gemeinsame Entscheidung war, den Top-Torjäger nicht mehr auf den Trainingsplatz zu bitten. Philippe soll unmittelbar vor dem Vereinswechsel nicht dem Risiko einer Verletzung ausgesetzt werden, und: "Es ergäbe ja auch wenig Sinn, wenn er einsam um den Platz seine Runden laufen würde."
Die Causa Philippe wird in den kommenden Tagen abschließend entschieden sein. In der Personalie Sidi Sané dürfte es schneller gehen. Der Zweijahres-Vertrag des 2023 von Schalke II gekommenen Angreifers läuft am Monatsende aus. Wegen eines in der letztjährigen Sommervorbereitung erlittenen Kreuzbandrisses konnte er in der abgelaufenen Spielzeit kaum Eigenewerbung betreiben, feierte erst im Relegations-Rückspiel gegen Saarbrücken (2:2) sein Comeback - und hat unter anderem jenes Drama für sich als Bühne genutzt: Der 22-jährige Bruder von Noch-Bayern-Star Leroy Sané soll und wird bei der Eintracht bleiben.
Dass Sané beim Auftakt unter Backhaus auf dem Platz stand, ist ein klares Zeichen, dem in den kommenden 24 Stunden auch eine Unterschrift folgen wird: Der Flügelstürmer erhält bei der Eintracht einen neuen Vertrag.