Vor allem Vinicius Junior zeigte nach den gellenden Pfiffen vom Wochenende eine beeindruckende Reaktion, doch er war nicht der Einzige: Auch Jude Bellingham, der vier Tage zuvor beim 2:0 gegen Levante ebenfalls den Unmut des Anhangs zu spüren bekommen hatte, rehabilitierte sich am Dienstagabend - mit einem Tor und einem speziellen Jubel.
Als er bei Real Madrids Champions-League-Heimspiel gegen die AS Monaco in der 80. Minute zum 6:1-Endstand getroffen und damit sein erstes Pflichtspieltor im neuen Jahr erzielt hatte, deutete der einstige Dortmunder mit beiden Händen - die Daumen und kleinen Finger ausgestreckt - eine Trink-Geste an. Die Real-Fans dürften schnell gewusst haben, worauf er damit anspielte.
Bellingham, der ohnehin schon als einer der Sündenböcke für Xabi Alonsos schnelles Aus bei den Königlichen galt, war vor dem Levante-Spiel Thema beim bekannten spanischen Youtuber AuronPlay, der fast 30 Millionen Follower hat. Dieser behauptete in dem Beitrag unter anderem, Bellingham liebe den Alkohol ein wenig zu sehr und kenne "jeden Nachtclub in Spanien".
"Es ist schön, einen kleinen Scherz zu machen"
Nachdem er sich unlängst mit deftigen Worten gegen aus seiner Sicht haltlose Medienberichte gewehrt hatte, wonach er nicht an Taktiken und Ideen von Xabi Alonso geglaubt hätte, wählte Bellingham diesmal einen anderen Weg. "Man kann damit auf zwei Arten umgehen: Entweder weint und jammert man darüber oder man akzeptiert und genießt es einfach", sagte der Mittelfeldspieler am Dienstagabend, als er bei TNT Sports auf seine Jubelgeste angesprochen wurde.
Diese sei "eine Art Scherz gegenüber den Fans und den Leuten, die sagen, was sie wollen" gewesen, erklärte er. "Ich kenne die Wahrheit und weiß, was in meinem Privatleben wirklich passiert. Ich weiß, was ich für den Fußball investiere, was ich im Spiel gebe und was ich versuche, dem Team zu geben. All der Lärm von außen spielt keine Rolle, aber es ist schön, einen kleinen Scherz zu machen."
Über das Video ärgerte er sich gleichwohl. "Es scheint, als könne heute jeder eine Kamera nehmen und sagen, was er will, und die ganze Welt glaubt ihm ohne Beweise."