"Das ist mein Vinicius", sagte Mittelfeldmann Aurelien Tchouameni nach der 6:1-Gala gegen Monaco bei Movistar. "Ich denke, wir haben heute zu Hause von Anfang bis Ende ein gutes Spiel gemacht, unsere Stürmer waren sehr gut. Das Bernabeu freut sich, wenn wir gut spielen, es war ein guter Abend im Bernabeu."
Und genau so einen hatte es gebraucht. Denn am Samstag beim schmucklosen 2:0 gegen Levante gab es ein Pfeifkonzert zur Pause, da stand es noch 0:0. Besonders auf Vinicius Junior hatten es die Fans der Madrilenen abgesehen, der Brasilianer bekam am meisten Unmut zu spüren.
Und die Reaktion, die der Dribbler am Dienstag zeigte, war herausragend. Vinicius Junior wirkte aufgeräumt, verzichtete auf seine Mätzchen und machte einfach sein Spiel. Der Brasilianer legte drei Tore vor und machte einen Treffer selbst, als er den Ball ansatzlos in den Winkel jagte. Vollkommen verdient wurde er auch zum Spieler des Spiels gekürt.
"Ich liebe die Einstellung und die Mentalität"
"Es war ein wunderbares Spiel in unserem Stadion, vor unseren Fans. Die Spieler hatten Spaß, es gab einige großartige Tore - genau das wollen wir sehen", freute sich Coach Alvaro Arbeloa, der sich anschließend nicht in den Mittelpunkt gestellt haben wollte. "Dieses Spiel wurde heute von den Spielern mit ihrem Einsatz und ihrer Qualität gewonnen, das ist nicht die Arbeit des neuen Trainers. Ich liebe die Einstellung und die Mentalität, das ist Real Madrid, aber ich liebe diese Mentalität, das ist es, was alle Madrid-Fans sehen wollen."
Natürlich wurde auch er nach Vinicius Junior gefragt. Der Brasilianer war nach seinem Treffer zum Coach, der sich nach den Pfiffen komplett hinter seinen Spieler gestellt hatte, gerannt und umarmte ihn. "Ich glaube, er hat nicht nur mich, sondern vor allem die Madrider Fans umarmt. Alle sind sehr glücklich über die Verbundenheit zwischen Vini und den Fans, und wir werden Vini genießen", so Arbeloa.
Am besten schon am Samstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) in der Liga, denn da geht es mit dem schweren Gastspiel beim Tabellenvierten Villarreal weiter. Nach dem Patzer von Barcelona in San Sebastian hat Real nur noch einen Punkt Rückstand auf die Katalanen.