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Der Trainerwechsel bei YB sorgte für ein richtiges Gefühlschaos bei Fassnacht

kicker

Leistungsträger Christian Fassnacht erlebte deswegen ein richtiges Gefühlschaos, wie er in einem Interview mit der Berner Zeitung gestanden hat. Schliesslich meinte der Offensivspieler nach dem Spiel gegen GC noch, dass Contini nicht zur Debatte stehe.

„Ich habe das nach dem Spiel nicht einfach so gesagt, ich habe effektiv an Giorgio geglaubt. Ja, ich bin jetzt noch überzeugt, dass wir mit ihm den Karren aus dem Dreck hätten ziehen können. Und: Ich fühle mich mitverantwortlich, dass er den Job verloren hat. Das war nicht einfach.“ (Christian Fassnacht, Berner Zeitung, 06.11.25)

Dann wurde Gerardo Seoane verpflichtet, unter welchem Fassnacht bereits grosse Erfolge feierte. "Für mich der beste Trainer, den ich je hatte. Er hat mich geformt und gefördert. Ein grösseres Gefühlschaos gibt es nicht. Ich habe mich gefragt, darf ich mich überhaupt freuen? Einerseits war ich enttäuscht wegen Giorgio, und gleichzeitig waren da Glücksgefühle über die Rückkehr von Gerry."

Die Enttäuschung war letztlich auch eine Enttäuschung über sich selbst, weil man als Team nicht so performt hat, wie erhofft. "Giorgio hat seine Qualitäten. Er hat mit Lausanne in der Challenge League Wochenende für Wochenende die Spiele gewonnen und ist dann aufgestiegen. Damit hat er gezeigt, dass er das Schwierigste in unserem Beruf beherrscht. Wir haben gemerkt, er kann es, aber wir als Mannschaft haben es nicht fertiggebracht, konstant Leistungen zu zeigen."

Wie war sein Verhältnis mit dem entlassenen YB-Coach? "Ich habe ein gutes Verhältnis zu ihm gehabt. Aber ja, ich war enttäuscht, weil ich als Leader in diesen schwierigen Phasen nicht immer auf dem Platz stand und Verantwortung übernehmen konnte. Giorgio und ich haben auch nochmals darüber gesprochen. Da blieb nichts zwischen uns."

Seine starke Form wurde auch von Nati-Trainer Murat Yakin registriert, hat er ihn doch für die beiden entscheidenden WM-Quali-Spiele gegen Schweden und in Kosovo aufgeboten. "Ja, ich war sehr positiv überrascht, weil ich nicht im provisorischen Aufgebot stand. Er hat mich angerufen und mir die freudige Nachricht mitgeteilt. Ich schaue es auch als Lohn für meine Leistungen bei YB an."

Wie erklärt er sich, dass es ihm derzeit derart gut läuft? "Gute Frage, ich habe in den eineinhalb Jahren in England viel an mir gearbeitet und realisiert, was ich brauche, um weiterhin Höchstleistungen abzurufen. Ich bin davon überzeugt, dass ich in England hätte durchstarten können, aber im zwischenmenschlichen Bereich haben mir gewisse Sachen gefehlt. Die bekomme ich bei YB." Ist es letztlich die Nestwärme, wieder zu Hause zu sein?

„Ja, genau. Aber das war auch der Grund, warum ich im Sommer 2023 bei YB gehen und etwas Neues sehen wollte. Ich suchte eine neue Herausforderung. Oftmals realisiert man ja erst, was man eigentlich hatte, wenn man es verliert.“ (Christian Fassnacht, Berner Zeitung, 06.11.25)