Genau über diesen Benjamin Mendy äusserten sich Ancillo Canepa und seine Frau Heliane im Studio von blue Sport: "Absoluter Fehler ist das gewesen", sagt Heliane Canepa. Man müsse die Hintergründe schon auch sehen, meint Ancillo. "Als wir die Möglichkeit hatten, Mendy zu verpflichten, kam die Meldung schon, dass er in England angeklagt, aber freigesprochen worden ist."
Genau diesen Fall habe man zwei Jahre zuvor schon einmal erlebt, als ein Spieler angeklagt wurde und der Kläger wegen Falschaussagen dann selbst angeklagt wurde. Deshalb sei man davon ausgegangen, "das ist wieder so ein Fall". Im persönlichen Gespräch habe man dann detailliert drauf eingehen können "und er hat glaubwürdig darstellen können, wie es wirklich gewesen sei". Die Reaktionen konnten nachvollzogen werden, aber: "Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir selbstverständlich diesen Transfer so nicht gemacht."
Der Präsident des FC Zürich wird auch gefragt, ob Milos Malenovic in seinen zwei Jahren zu viel alleine bestimmen konnte. Es sei in einer Firma halt einfach so, dass nicht jede Entscheidung von Funktionsträgern von ganz oben abgesegnet werden müsse. "Es ist natürlich dann wichtig, dass der, der diese Bewegungsfreiheit hat, auch überlegt, soll oder muss ich das jetzt mit den Chefs absprechen oder nicht." Dabei gehe es um die Entscheidung, ob es heikle Themen sind. Mehrheitlich sei Canepa zwar informiert gewesen, doch es habe Einzelsituationen gegeben, die in der Öffentlichkeit nicht gut angekommen sind.