Fehlercode: %{errorCode}

Fall Okpala: Kommt es zum Schlichtungsverfahren?

kicker

Nach kicker-Informationen scheint mindestens eine der involvierten Parteien eine solche Mediation anzustreben. Was im Sinne von Kennedy Okpala, aber gewiss auch der beiden Klubs Waldhof Mannheim und SC Paderborn wäre, weil so schnell Klarheit hergestellt werden könnte.

Streitpunkt ist die Frage der Gültigkeit einer Ausstiegsklausel

Was ist passiert? Okpala hat bei dem Zweitligisten einen Vertrag unterschrieben und ist aktuell mit dem SCP im Trainingslager in Belek, wo er an diesem Donnerstag im Test gegen RSC Charleroi sein Debüt feiern soll. Der Waldhof, für den der 21-Jährige vor der Winterpause noch sieben Tore in 18 Drittliga-Einsätzen erzielt hatte, hatte mit Unverständnis auf den Wechsel reagiert: "Kennedy Okpala hat seinen laufenden Vertrag zum Jahresende gekündigt und ist heute nicht zum Training erschienen. Ein solches Verhalten wird vom SV Waldhof Mannheim 07 nicht toleriert. Kennedy Okpala ist weiterhin Spieler des SV Waldhof."

Okpala, juristisch beraten von Rechtsanwalt Horst Kletke aus Frankfurt/Main, hat in Mannheim fristlos gekündigt, wirft seinem (Ex-)Klub einen Verstoß gegen das Arbeitspapier vor, wie sein Berater Markus Peter konkretisierte: "Wäre Waldhof Mannheim seinen vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen, einerseits den Transfervertrag mit dem SCP zu unterzeichnen und andererseits das Arbeitsverhältnis mit Kenny zu beenden, wäre die fristlose Kündigung niemals ausgesprochen worden." Offenbar herrschte Uneinigkeit über die Gültigkeit einer Ausstiegsklausel in Höhe von 550.000 Euro in der laufenden Januar-Transferperiode.

Fall Frees/Hoffenheim als erfolgreiches Schlichtungsbeispiel

Paderborn war in dem Glauben an diese Option an den Drittligisten herangetreten, der dann, so Waldhof-Sportgeschäftsführer Gerhard Zuber, das Thema schnell abmoderiert habe: "Das Gespräch haben wir aber nicht weiter fortgeführt. Sein Management ist der Meinung, dass er wechseln dürfte. Jetzt werden wir schauen, ob das so ist. Wenn es so ist, dann haben wir wenig Handhabe."

Nach kicker-Informationen wurde die Schlichtungsstelle des DFB nun von mindestens einer beteiligten Partei angerufen. Ein solcher Prozess verspräche eine zügige Klärung, schon in der nächsten Woche könnte ein Termin dazu stattfinden, und würde nach dem medialen Getöse die Wogen glätten, weil diese Verfahren nicht-öffentlich stattfinden. Immer wieder kommt es im Hintergrund zu solchen Schlichtungsverfahren im Profifußball, beispielsweise wenn sich Klubs von ihren Trainern trennen und die Auszahlungsmodalitäten des Restvertrags zu klären sind. Oder dann, wenn zwischen Klub und Spieler das Tischtusch zerschnitten ist wie im Fall von Kelven Frees und der TSG Hoffenheim. Einst galt eine gedeihliche Zukunft des jungen Innenverteidigers im Kraichgau als extrem unwahrscheinlich wegen eines internen Streitfalls. Nach einer nach kicker-Recherchen erfolgten Schlichtung gliederte sich Frees wieder ein, verlängerte langfristig und schaffte es im vergangenen Sommer sogar in den Profikader, auch wenn im August erlittener Knöchelbruch den 20-Jährigen zuletzt ausbremste.