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Görlich: "Brutale Lust auf Leistung"

kicker

Einen Flügelstürmer würde Trainer Stefan Leitl seinem Kader in diesem Januar durchaus ganz gern noch hinzufügen. Aber auch nach dem am Dienstag vollzogenen Abgang von Mittelfeldspieler Bilal Hussein zum schwedischen Erstligisten Degersfors IF gilt bei Hertha BSC weiter die Maxime: Erst müssen weitere Profis von der Gehaltsliste, bevor ein Neuzugang finanzierbar ist. "Es geht nur Zug um Zug", sagte Geschäftsführer Peter Görlich am Donnerstag in einer Medienrunde im Portugal-Trainingslager. "Wir vertrauen diesem Kader. Er ist sehr gut, hat verschiedene Charaktere. Wir sehen keinen großen Handlungsbedarf."

"Ein Bewusstsein, wie man nicht mehr funktionieren möchte"

Der Ex-Hoffenheimer Görlich, seit Anfang September beim Berliner Zweitligisten in der Verantwortung, erlebt in den Tagen an der Algarve bei allen aus dem Reise-Tross "brutale Lust auf Leistung" und "eine Mannschaft, die total eng zusammensteht". Nach etwas mehr als vier Monaten im Amt fällt sein Zwischenfazit positiv aus: "Wir arbeiten hart daran, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um Leistung zu zeigen. Ich nehme wirklich wahr, wie stark und intensiv dieser Klub versucht, sich an allen Ecken und Enden zu verbessern, und ein Bewusstsein entwickelt hat, wie man nicht mehr funktionieren möchte."

Der Boss gibt das Ziel aus: "Wir wollen eine Heimmacht werden"

Trotz Platz 6 und fünf Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 3 zur Halbzeit der Saison bleibt der Bundesliga-Aufstieg das Ziel. Das Startprogramm der Rückrunde ist anspruchsvoll, gegen alle fünf vor ihnen platzierten Teams spielen die Berliner im Januar und Februar. Der Auftakt, das Heimspiel gegen Liga-Primus Schalke 04 am 17. Januar im Olympiastadion, ist direkt ein Gradmesser. "Es ist uns relativ egal, wer kommt", erklärte Görlich. "Wir wollen eine Heimmacht sein und unsere Spiele gewinnen. Wir haben ein klares Ziel: 15.30 Uhr." Das ist die Bundesliga-Anstoßzeit am Samstag.

Görlich lobte exemplarisch den Werdegang von Kennet Eichhorn und den Umgang des Klubs mit seinem 16-jährigen Senkrechtstarter. "Der Weg von Kenny zeigt, dass wir als Organisation mutig sind, dass wir in der Lage sind, jungen Spielern Entwicklungspläne an die Hand zu geben, denen wir auch gerecht werden", erklärte der Geschäftsführer. Er selbst fühlt sich bei seinem neuen Klub "total wohl und auch wahrgenommen, auch wenn ich an der einen oder anderen Ecke inhaltlich stresse. Ich merke, dass die Menschen mit mir in einen Austausch gehen. Das man miteinander redet, um die Themen ringt und sich nicht einfach in irgendein Schicksal ergibt, ist das Wichtigste."